德语童话故事:Zwölf mit der Post

发布时间:2019-01-31 05:51:55

 Es war eine schneidende K?lte, sternenheller Himmel, kein Lüftchen regte sich. ’Bums!’ Da wurde ein alter Topf an die Haustüre des Nachbars geworfen. ’Puff, paff!’ Dort knallte die Büchse; man begrü?te das neue Jahr. Es war Neujahrsnacht! Jetzt schlug die Turmuhr zw?lf! ’Trateratra!’ Die Post kam angefahren.
Der gro?e Postwagen hielt vor dem Stadttore an. Er brachte zw?lf Personen mit, alle Pl?tze waren besetzt. ?Hurra! Hurra! Hoch!? sangen die Leute in den H?usern der Stadt, wo die Neujahrsnacht gefeiert wurde und man sich beim zw?lften Schlage mit dem gefüllten Glase erhob, um das neue Jahr leben zu lassen. ?Prost Neujahr!? hie? es, ?ein sch?nes Weib! Viel Geld! Keinen ?rger und Verdru?!
? Das wünschte man sich gegenseitig, und darauf stie? man mit den Gl?sern an, da? es klang und sang – und vor dem Stadttore hielt der Postwagen mit den fremden G?sten, den zw?lf Reisenden. Und wer waren diese Fremden? Jeder von ihnen führte seinen Reisepa? und sein Gep?ck bei sich; ja, sie brachten sogar Geschenke für mich und dich und alle Menschen des St?dtchens mit. Wer waren sie, was wollten sie, und was brachten sie? ?Guten Morgen!? riefen sie der Schildwache am Eingange des Stadttores zu. ?Guten Morgen!? antwortete diese, denn die Uhr hatte ja zw?lf geschlagen. ?Ihr Name? Ihr Stand?? fragte die Schildwache den von ihnen, der zuerst aus dem Wagen stieg. ?Sehen Sie selbst im Passe nach?, antwortete der Mann. ?Ich bin ich!
? Und es war auch ein ganzer Kerl, angetan mit B?renpelz und Pelzstiefeln. ?Ich bin der Mann, in den sehr viele Leute ihre Hoffnung setzen. Komm morgen zu mir; ich gebe dir ein Neujahrsgeschenk! Ich werfe Groschen und Taler unter die Leute, ja ich gebe auch B?lle, volle einunddrei?ig B?lle, mehr N?chte kann ich aber nicht daraufgehen lassen. Meine Schiffe sind eingefroren, aber in meinem Arbeitsraum ist es warm und gemütlich. Ich bin Kaufmann, hei?e Januar und führe nur Rechnungen bei mir.? Nun stieg der zweite aus, der war ein Bruder Lustig; er war Schauspieldirektor, Direktor der Maskenb?lle und aller Vergnügungen, die man sich nur denken kann. Sein Gep?ck bestand aus einer gro?en Tonne. ?Aus der Tonne?, sagte er, ?wollen wir zur Fastnachtszeit die Katze herausjagen.
Ich werde euch schon Vergnügen bereiten und mir auch; alle Tage lustig! Ich habe nicht gerade lange zu leben; von der ganzen Familie die kürzeste Zeit; ich werde n?mlich nur achtundzwanzig Tage alt. Bisweilen schalten sie mir zwar auch noch einen Tag ein – aber das kümmert mich wenig, hurra!? ?Sie dürfen nicht so schreien!? sagte die Schildwache. ?Ei was, freilich darf ich schreien?, rief der Mann, ?ich bin Prinz Karneval und reise unter dem Namen Februarius.? Jetzt stieg der dritte aus; er sah wie das leibhaftige Fasten aus, aber er trug die Nase hoch, denn er war verwandt mit den ’vierzig Rittern’ und war Wetterprophet. Allein das ist kein fettes Amt, und deshalb pries er auch die Fasten. In einem Knopfloche trug er auch ein Str?u?chen Veilchen, auch diese waren sehr klein. ?M?rz! M?rz!? rief der vierte ihm nach und schlug ihn auf die Schulter; ?riechst du nichts? Geschwind in die Wachstube hinein, dort trinken sie Punsch, deinen Leib- und Labetrunk; ich rieche es schon hier au?en. Marsch, Herr Martius!
? – Aber es war nicht wahr, der wollte ihn nur den Einflu? seines Namens fühlen lassen, ihn in den April schicken; denn damit begann der vierte seinen Lebenslauf in der Stadt. Er sah überhaupt sehr flott aus; arbeiten tat er nur sehr wenig; desto mehr aber machte er Feiertage. ?Wenn es nur etwas best?ndiger in der Welt w?re?, sagte er; ?aber bald ist man gut, bald schlecht gelaunt, je nach Verh?ltnissen; bald Regen, bald Sonnenschein; ein- und ausziehen! Ich bin auch so eine Art Wohnungsvermietunternehmer, ich kann lachen und weinen, je nach Umst?nden! Im Koffer hier habe ich Sommergarderobe, aber es würde sehr t?richt sein, sie anzuziehen. Hier bin ich nun! Sonntags geh’ ich in Schuhen und wei?seidenen Strümpfen und mit Muff spazieren.
? Nach ihm stieg eine Dame aus dem Wagen. Fr?ulein Mai nannte sie sich. Sie trug einen Sommermantel und überschuhe, ein lindenblattartiges Kleid, Anemonen im Haare, und dazu duftete sie derma?en nach Waldmeister, da? die Schildwache niesen mu?te. ?Zur Gesundheit und Gottes Segen!? sagte sie, das war ihr Gru?. Wie sie niedlich war! Und S?ngerin war sie, nicht Theaters?ngerin, auch nicht B?nkels?ngerin, nein, S?ngerin des Waldes; – den frischen, grünen Wald durchstreifte sie und sang dort zu ihrem eigenen Vergnügen. ?Jetzt kommt die junge Frau!? riefen die drinnen im Wagen, und aus stieg die junge Frau, fein, stolz und niedlich.
Man sah es ihr an, da? sie, Frau Juni, von faulen Siebenschl?fern bedient zu werden gewohnt war. Am l?ngsten Tage des Jahres gab sie gro?e Gesellschaft, damit die G?ste Zeit haben m?chten, die vielen Gerichte der Tafel zu verzehren. Sie hatte zwar ihren eigenen Wagen; allein sie reiste dennoch mit der Post wie die andern, weil sie zeigen wollte, da? sie nicht hochmütig sei. Aber ohne Begleitung war sie nicht; ihr jüngerer Bruder Julius war bei ihr. Er war ein wohlgen?hrter Bursche, sommerlich angekleidet und mit Panamahut. Er führte nur wenig Gep?ck bei sich, weil dies bei gro?er Hitze zu beschwerlich sei; deshalb hatte er sich nur mit einer Schwimmhose versehen, und dies ist nicht viel. Darauf kam die Mutter selbst, Madame August, Obsth?ndlerin en gros, Besitzerin einer Menge Fischteiche, sie war dick und hei?, fa?te selbst überall an, trug eigenh?ndig den Arbeitern Bier auf das Feld hinaus. ?
Im Schwei?e deines Angesichtes sollst du dein Brot essen!? sagte sie, ?das steht in der Bibel. Hinterdrein kommen die Spazierfahrten, Tanz und Spiel und die Erntefeste!? Sie war eine tüchtige Hausfrau. Nach ihr stieg wieder ein Mann aus der Kutsche, ein Maler, Herr Koloriermeister September; der mu?te den Wald bekommen; die Bl?tter mu?ten Farbe wechseln, aber wie sch?n; wenn er es wollte, schillerte der Wald bald in Rot, Gelb oder Braun. Der Meister pfiff wie der schwarze Star, war ein flinker Arbeiter und wand die blaugrüne Hopfenranke um seinen Bierkrug. Das putzte den Krug, und für Ausputz hatte er gerade Sinn.
Da stand er nun mit seinem Farbentopfe, der war sein ganzes Gep?ck! Ihm folgte der Gutsbesitzer, der an den Saatmonat, an das Pflügen und Beackern des Bodens, auch an die Jagdvergnügungen dachte; Herr Oktober führte Hund und Büchse mit sich, hatte Nüsse in seiner Jagdtasche – ’knick, knack!’ Er hatte viel Reisegut bei sich, sogar einen englischen Pflug; er sprach von der Landwirtschaft; aber vor lauter Husten und St?hnen seines Nachbars vernahm man nicht viel davon. – Der November war es, der so hustete, w?hrend er ausstieg. Er war sehr mit Schnupfen behaftet; er putzte sich fortw?hrend die Nase, und doch, sagte er, müsse er die Dienstm?dchen begleiten und sie in ihre neuen Winterdienste einführen; die Erk?ltung, meinte er, verliere sich schon wieder, wenn er ans Holzmachen ginge, und Holz müsse er s?gen und spalten; denn er sei S?gemeister der Holzmacherinnung. Endlich kam der letzte Reisende zum Vorschein, das alte Mütterchen Dezember mit der Feuerkiepe; die Alte fror, aber ihre Augen strahlten wie zwei helle Sterne
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