德语童话故事:Es ist ein Unterschied

发布时间:2019-01-31 05:51:55

 Es war im Monat Mai, der Wind blies noch kalt: aber der Frühling sei da, sagten Büsche und B?ume, Feld und Wiese. Es wimmelte von Blüten, und zwar bis oben in die Hecke hinauf. Und just dort verfocht der Frühling selbst seine Sache. Er sprach von einem kleinen Apfelb?umchen herab.
Daran sa? nur ein einziger Zweig, der war so frisch, so blühend und ganz übers?t mit feinen, rosenroten Knospen, die sich eben ?ffnen wollten; er wu?te auch selbst, wie sch?n er war, denn das liegt im Blatt ebenso wie im Blut. Deshalb war er auch nicht überrascht, als der herrschaftliche Wagen vor ihm auf dem Wege anhielt und die junge Gr?fin sagte, da? der Apfelzweig das lieblichste sei, was man sehen k?nne, er sei der Frühling selbst in seiner herrlichsten Offenbarung.
Und der Zweig wurde abgebrochen und sie hielt ihn in ihrer feinen Hand und beschattete ihn mit ihrem seidenen Sonnenschirme. So fuhren sie nach dem Schlosse, wo es hohe S?le und reichgeschmückte Zimmer gab. Lichte, wei?e Vorh?nge flatterten an den offenen Fenstern, und herrliche Blumen standen in gl?nzenden, durchsichtigen Vasen, und in einer von diesen, die wie aus frischgefallenem Schnee geschnitten glitzerte, wurde der Apfelzweig mitten zwischen frische, lichtgrüne Buchenzweige gesetzt; es war eine Lust, ihn anzuschauen!
Da wurde der Zweig stolz, und das war ja nur menschlich! Es kamen vielerlei Leute durch die Zimmer, und je nach ihrer Geltung durften sie ihrer Bewunderung Ausdruck geben. Manche sagten gar nichts und manche sagten zu viel, und der Apfelzweig sah daraus, da? es einen Unterschied zwischen den Menschen gibt ebenso wie zwischen den Gew?chsen. "Manche sind zum Staat da, manche zur Nahrung und manche sind ganz überflüssig" meinte der Apfelzweig, und da er just an das offene Fenster gesetzt worden war, von wo aus er in den Garten, aber auch auf das Feld hinaus sehen konnte, gab es für ihn Blumen und Pflanzen genug zum Betrachten und um sich Gedanken darüber zu machen.
Da standen reiche und arme, einige allzu arme. "Arme, verworfene Kr?uter" sagte der Apfelzweig, "da ist wahrlich ein Unterschied gemacht! Wie müssen sie sich unglücklich fühlen, wenn sie überhaupt fühlen k?nnen wie ich und meinesgleichen. Da ist wahrlich ein Unterschied gemacht!
Aber er mu? ja auch gemacht werden, sonst st?nden wir ja alle auf der gleichen Stufe." Und der Apfelzweig betrachtete mit einer Art Mitleid besonders eine Sorte von Blumen, die in gro?en Mengen an Feldern und Gr?bern wuchsen. Niemand band sie zum Strau?e, sie waren allzu gew?hnlich. Ja man konnte sie selbst zwischen den Pflastersteinen finden; sie schossen empor wie das ?rgste Unkraut, und dann trugen sie zum überflu? noch den h??lichen Namen "Des Teufels Milchschl?uche. "Armes, verachtetes Gew?chs" sagte der Apfelzweig. "
Du kannst nichts dafür, da? Du wurdest, was Du bist, da? Du so gew?hnlich bist und den h??lichen Namen bekamst, den Du tr?gst. Aber es ist mit den Gew?chsen wie mit den Menschen: es müssen Unterschiede sein. "Unterschiede?" sagte der Sonnenstrahl und kü?te den blühenden Apfelzweig, aber er kü?te auch die gelben Milchschl?uche des Teufels, die Butterblumen drau?en auf dem Felde, und alle Brüder des Sonnenstrahls kü?ten die Blumen, die armen wie die reichen. Der Apfelzweig hatte noch nie über Gottes unendliche Liebe gegen alles, was da lebt und webt, nachgedacht, wie viel Sch?nes und Gutes verborgen aber nicht vergessen liegt – aber das war ja nur menschlich!
Der Sonnenstrahl, der Strahl des Lichtes wu?te es besser: "Du siehst nicht weit, Du siehst nicht klar! – Wo ist die verworfene Pflanze, die Du so besondere beklagst?" "Die Milchschl?uche des Teufels!" sagte der Apfelzweig. "Niemals werden sie in einen Strau? gebunden. sie werden mit Fü?en getreten, es gibt zu viele davon und wenn sie Samen tragen, fliegen sie wie kleine Wollf?ckchen über die Wege hin und h?ngen sich den Leuten an die Kleider. Unkraut ist es! Aber das mu? ja auch sein. – Ich bin wirklich recht dankbar, da? ich nicht eine von diesen geworden bin!" über das Feld her kam eine ganze Schar Kinder. Das kleinste von ihnen war so winzig, da? es von den anderen getragen wurde, und als es ins Gras zwischen die gelben Blumen gesetzt wurde, jauchzte es vor Freuden laut auf, zappelte mit den kleinen Beinen, w?lzte sich herum, pflückte nur die gelben Blumen und kü?te sie in sü?er Unschuld.
Die etwas gr??eren Kinder brachen die Blüten von den hohlen Stengeln, bogen sie rund zu Ringen zusammen und reihten Glied an Glied, eine ganze Kette wurde daraus. Erst eine um den Hals, dann eine, die um Schultern und Leib geh?ngt wurde, und dann noch eine für Brust und Kopf. Es war wirklich eine Pracht mit des grünen Ketten und B?ndern! Aber die gr??ten Kinder nahmen vorsichtig die abgeblühten Stengel, die die flockenartig zusammengesetzte Samenkrone trugen. Diese lose, luftige Wollblume, die ein ganz zartes, kleines Kunstwerk wie aus den feinsten Federn, Fl?ckchen oder Daunen ist, hielten sie vor den Mund und versuchten, sie mit einem einzigen Hauch vollkommen abzublasen. Der, der es konnte, bekam neue Kleider, bevor noch das Jahr um war, hatte die Gro?mutter gesagt.
Die verachtete Blume wurde zu einem richtigen Propheten bei dieser Gelegenheit. "Siehst Du" sagte der Sonnenstrahl, "siehst Du ihre Sch?nheit, ihre Macht?" "Ja, für Kinder" sagte der Apfelzweig. Dann kam eine alte Frau auf das Feld und stach mit ihrem stumpfen, grifflosen Messer rings um die Wurzel der Blumen und zog sie heraus. Einige der Wurzeln wollte sie ihrem Kaffee zusetzen, andere wollte sie dem Apotheker als Heilmittel bringen und Geld damit verdienen. "Sch?nheit ist doch etwas H?heres" sagte der Apfelzweig. "
Nur die Auserw?hlten kommen in das Reich des Sch?nen! Es sind Unterschiede zwischen den Gew?chsen, ebenso wie es Unterschiede zwischen den Menschen gibt." Und der Sonnenstrahl sprach von Gottes unendlicher Liebe zu allem Erschaffenen, zu allem, was Leben hat, und wie alles gleichm??ig in Zeit und Ewigkeit verteilt sei. "Ja, das ist Ihre Meinung!" sagte der Apfelzweig. Da kamen Leute in das Zimmer und die junge Gr?fin kam, sie, die den Apfelzweig in die sch?ne, durchsichtige Vase gestellt hatte, wo das Sonnenlicht auf ihn schien.
Und sie brachte eine Blume oder was es sonst sein mochte, mit, die von drei, vier gro?en Bl?ttern, die wie eine Tüte rund darum standen, beschützt wurde, damit kein Zug oder Windhauch sie verletzen konnte, und so vorsichtig wurde sie getragen, wie es nicht einmal mit dem feinen Apfelzweig geschehen war. Ganz sacht wurden nun die gro?en Bl?tter beiseite geschoben, und man sah die feine, flockige Samenkrone der gelben, verachteten Milchschl?uche des Teufels. Sie war es, die so vorsichtig gepflückt und so sorgsam getragen worden war, damit nicht einer der feinen Federpfeile, die gleichsam ihre Nebelhülle bilden und so lose sitzen, abgeblasen würde.
Unversehrt und herrlich hatte sie die Blume nun hier und bewunderte ihre sch?nen Formen, ihre luftige Klarheit, ihre ganze eigenartige Zusammensetzung und ihre Sch?nheit, wenn die Krone vom Winde fortgetragen würde. "Sieh nur, wie wunderbar sch?n der liebe Gott sie gemacht hat!" sagte sie. "Ich will sie mit dem Apfelzweige zusammen malen, der ist so unendlich sch?n für die Augen aller Menschen, aber auch diese arme Blume hat vom lieben Gott ebensoviel, nur auf eine andere Art, mitbekommen! So verschieden sind sie, und doch beide Kinder im Reiche der Sch?nheit."
Und der Sonnenstrahl kü?te die arme Blume und kü?te den blühenden Apfelzweig, dessen Blüten dabei zu err?ten schienen.
阅读更多外语试题,请访问生活日记网 用日志记录点滴生活!考试试题频道。
喜欢考试试题,那就经常来哦

该内容由生活日记网提供.