德语童话故事:Das Bronzeschwein

发布时间:2022-10-23 13:06:47

 In der Stadt Florenz, nicht weit von der Piazza del Granduca, liegt eine kleine Querstra?e, ich glaube, man nennt sie Porta rossa. In dieser, vor einer Art Grünkramladen, befindet sich ein kunstreich und sorgf?ltig gearbeitetes Bronzeschwein. Ein frisches, klares W?sserlein rieselt aus dem Maul des Tieres, das vor Alter ganz schwarzgrün aussieht.
Nur der Rüssel gl?nzt, als ob er blankpoliert sei, und das ist er auch, denn die vielen hundert Kinder und Lazzaroni fassen ihn mit ihren H?nden an und setzen ihren Mund an sein Maul, um zu trinken. Es gibt ein hübsches Bild, wenn so ein anmutiger halbnackter Knabe das wohlgeformte Tier umarmt und seinen frischen Mund an dessen Rüssel jetzt. Ein jeder, der nach Florenz kommt, wird wohl dorthin finden, denn er braucht nur den ersten besten Bettler nach dem Bronzeschwein zu fragen.
Er war eines Abends sp?t im Winter. Auf den Bergen lag Schnee, aber es war Mondschein, und der Mondschein in Italien gibt ein so helles Licht, das man es getrost mit einem dunklen Wintertag im Norden vergleichen kann, ja es ist sogar leuchtender, denn die Luft dort ist klar und verst?rkt jeden Schein, w?hrend im Norden das kalte, graue Bleidach des Himmels auf uns und die Erde herniederdrückt, die kalte, nasse Erde, die einst unseren Sarg beschweren soll.
Drinnen, in des Herzogs Schlo?garten, unter dem Piniendach, wo tausend und abertausend Rosen zur Winterszeit blühen, hatte ein kleiner zerlumpter Knabe den ganzen Tag gesessen, ein Knabe, der das Sinnbild Italiens darstellen konnte, so hübsch, so l?chelnd und doch so leidend! Er war hungrig und durstig. Keiner gab ihm einen Schilling, und als es dunkel wurde und der Garten geschlossen werden sollte, jagte der Pf?rtner ihn fort.
Lange stand er vertr?umt auf der Brücke, die sich über dem Arno w?lbt, und sah zu den Sternen empor, deren Widerspiel im Wasser zwischen ihm und der pr?chtigen Marmorbrücke ’della Trinità’ blinkte. Er schlug den Weg zu dem Bronzeschwein ein, kniete halb nieder, schlang seine Arme um dessen Hals, setzte seinen Mund an den gl?nzenden Rüssel und trank in langen Zügen von dem frischen Wasser. Dicht daneben lagen ein paar Salatbl?tter und einige Kastanien. Das war seine Abendmahlzeit. Kein Mensch war mehr auf der Stra?e zu sehen; er war ganz allein, so setzte er sich auf den Rücken des Bronzeschweines, lehnte sich vornüber, da? sein kleiner lockiger Kopf, auf dem des Tieres ruhte, und ehe er es selbst wu?te, war er eingeschlafen. Es war um Mitternacht.
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