"Vorgestern haben wir 300 Patienten aufgenommen, gestern waren es 130", sagt Oberschwester Li Jipin. Viele kommen mit Hubschraubern direkt aus den bislang abgeschnittenen Ortschaften nach Chengdu, andere aus den Krankenh?usern der Umgebung, die nicht gut genug ausgerüstet sind, Schwerverletzte zu versorgen.
Fünf Tage nach dem Erdbeben ist die Zahl der Toten auf über 29.000 angestiegen, rund 200.000 wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua heute bekanntgab. Tausende liegen noch unter den Trümmern. Noch immer werden Lebende geborgen.
Aber an diesem Samstagmorgen treffen zun?chst deutlich weniger Krankenwagen mit Sirenengeheul und Blaulicht auf dem Vorplatz der Notaufnahme ein als in den Tagen zuvor. "Wir rechnen nachmittags mit mehr Patienten", sagt Schwester Li, "die Rettungshubschrauber konnten heute wegen schlechten Wetters nicht starten. Sie müssen warten, bis es aufklart." Abends herrscht dann doch gro?e Hektik: Acht Ambulanzen warten gleichzeig vor der Aufnahme.
