Weihnachten ist ja bekanntlich das Fest der Liebe. Alles ist wunderbar friedlich und voller Harmonie; man bekommt Dinge geschenkt, auf die man sein ganzes Leben gewartet hat, und auch sonst fühlt man sich einfach total besinnlich und feierlich. So dachte ich bis letztes Jahr auch.
Aus einer spontanen Idee heraus luden mein Mann und ich (also eigentlich mehr ich) meine Eltern samt Hund, meinen pubertierenden Bruder und die Schwiegereltern zu einem Festessen an Heiligabend mit nachfolgender Bescherung in unsere bescheidene Wohnung ein.
Dass mein Mann, als ich ihm davon erz?hlte, leichenblass wurde und sich erst mal einen Schnaps g?nnte, übersah ich gn?dig. Er wird schon noch merken, wie sch?n alles werden würde ... dachte ich.
Voller Elan fuhren wir vorher noch los, um einen sch?nen Weihnachtsbaum zu ergattern. Nicht dass ich da besonders w?hlerisch bin, aber ich denke schon, dass man seine Entscheidung nicht übereilen sollte.
