Als Konfuzius geboren ward, da kam ein Kilin und spuckte einen Nephritstein aus, darauf stand geschrieben: ?Sohn des Wasserkristalls, du wirst einst ungekr?nter K?nig werden!? Er wuchs heran und ward neun Fu? hoch.
Er war schwarz und h??lich im Gesicht. Seine Augen standen hervor, seine Nase war aufgestülpt. Die Lippen bedeckten die Z?hne nicht, und die Ohren hatten gro?e ?ffnungen. Er lernte flei?ig und war bewandert in allen Dingen.
So ward er zum Heiligen. Eines Tages stieg er mit seinem Lieblingsjünger Y?n Hui auf die h?chste Spitze des Gro?en Berges. Er sah bis nach dem Yangtsekiang im Süden. ?Siehst du?, sprach er zu Y?n Hui, ?was das für ein Ding ist, das vor dem Stadttor von Wu schimmert?? Y?n Hui sah genau hin und strengte seine Augen an; dann sagte er: ?Das ist ein Stück wei?es Tuch.? ?Nein?, sprach Konfuzius, ?das ist ein wei?es Pferd.? Und als man nachsah, war es wirklich so.
Der Gro?e Berg ist von der Hauptstadt Wu wohl tausend Meilen weit entfernt, und da? Konfuzius auf diese Entfernung ein wei?es Pferd erkennen konnte, zeigt seinen Scharfblick. Y?n Hui kam ihm ja nicht ganz gleich; doch sah er wenigstens noch etwas Wei?es. Darum nennt man ihn den zweiten Heiligen. Ein andermal grub man in seiner Heimat einen Brunnen. Da stie? man auf ein Tier, das sah aus wie ein Schaf, hatte aber nur ein Bein. Niemand wu?te, was es war.
Da fragte man den Konfuzius. Der sprach: ?Das ist ein Springschaf; wenn es erscheint, dann kommt ein gro?er Regen.? Und richtig fiel ein Regen bald danach. Ein andermal ward im Yangtsekiang ein Ding ans Land geschwemmt, das war grün und rund und so gro? wie eine Melone. Der K?nig von Tschu sandte hin und lie? den Konfuzius fragen, was es w?re. Der sprach: ?Die grüne Entengrütze im Yangtsekiang tr?gt alle tausend Jahre einmal Frucht. Wer diese Frucht erlangt, dem f?llt die Herrschaft über die Welt zu.? Ein andermal gruben sie in der Heimat des Konfuzius einen Riesenknochen aus. Den luden sie auf einen Wagen und führten ihn zu Konfuzius, um ihn darüber zu befragen.
