德语故事:Gargoyle(7)
发布时间:2022-11-16 03:36:28
Zuerst wendete ich mich der rechten Seite zu. Ich hieb mit voller Kraft zu. In diesen Schlag legte ich all mein Hass und meine Verzweiflung. Allein durch die Wucht des Schlages zersplitterte das Schwert meines Gegners und ich traf ihn auf der Schulter. Das verursachte zwar keine Verletzung aber eine tiefe Delle in seiner Panzerung. Aus Schreck fiel er nach hinten um und riss den anderen Ritter mit von den Beinen. Aufgrund der Rüstung war es nicht einfach für die Beiden aufzustehen. So hatte ich für einige Sekunden erstmal Ruhe von dieser Seite. Ich wendete mich zur linken Seite, wo Einer schon zum Schlag ausholte. Ich hob mein Schwert und parierte seinen Schlag. Ich schlug daraufhin sein Schwert zur Seite und trat ihn mit voller Wucht gegen den Bauch. Er taumelte einige Schritte zurück. Der Ritter hinter ihm hatte nicht soviel Glück. Er hatte nicht mit einem Angriff von mir gerechnet und noch keine Abwehrhaltung angenommen. Er stand einfach da und hatte außerdem sein Visier noch nicht zugeklappt. Also stieß ich ihm meine Schwertspitze genau zwischen die Augen bis die Spitze den hinteren Teil des Helmes berührte. Seine Augen verdrehten sich, bis ich nur noch Weißes in den Augen sah. Dann sackte er zusammen, wie ein nasser Sack. Mit lautem Geschrei stürmte ich auf den Ritter zu, den ich mit einem Tritt wegbefördert hatte. Er hob Schild und Schwert ging in Kampfstellung. Aber ich merkte, dass er Angst hatte weil er sich etwas wegdrehte. Das konnte ich zu meinem Vorteil nutzen. Ich hieb mit meinem Schwert auf seine Schulte, so dass mein Schwert anfing zu vibrieren. Die Hand tat mir weh, von diesem Schlag. Aber ich erreichte, dass er in di Knie ging. Ich drehte mich um ihn herum und stand dann hinter ihm. Mit dem Schaft meines Schwertes hieb ich auf seinem Hinterkopf, so dass er nach vorne überfiel. Von hinten waren die Rüstungen nicht so gut geschützt, so dass ich ihn mit einem Stich in den Nacken tötete. Ich hörte ein leises Knirschen, als ich seine Halswirbel durchtrennte. Das Dumme war nur, dass ich meine Deckung verlassen habe. Die Beiden zu meiner rechten Seite waren wieder auf den Beinen und standen auf meinem Platz hinter dem Wagen. Vor mir standen die anderen Ritter auf ihren Pferden. Es war fast aussichtslos aber ich wollte meine Haut so teuer wie möglich verkaufen. Ich überlegte mir gerade eine Taktik, wie ich meine Überlebenschancen vergrößern konnte, als plötzlich die Hölle los war. Die Pferde spielten unerwartet total verrückt und warfen zwei Reiter ab. Im Hintergrund hörte ich panische Schreie, die nur Menschen in Todesangst ausstießen. Was war los. Ich sah mich um und sah nichts als huschende Schatten. Dann sah ich, wie zwei Ritter von oben durch das brennende Dach ins Haus fielen. Jetzt begriff ich. Es waren die Gargoyles. Sie waren zu meiner Rettung gekommen. Sie waren die huschenden Schatten. Dann viel noch ein Ritter von oben ins brennende Haus. Funken stoben aus dem Dach. Die qualvollen Schreie mischten sich mit dem Prasseln des Feuers zu einer grausamen Melodie der Zerstörung. Dann landete Pagg mitten in dem Getümmel. Er breitete seine Arme uns Schwinge aus und brüllte. Dieses Brüllen versetzte Reiter und Pferde gleichermaßen in Panik. Sie versuchten zu flüchten aber die Gargoyles setzten ihnen hinterher. Ich schrie: "Lasst sie! Heute wurde schon genug getötet."
"Aber sie werden wiederkommen." entgegnete mir Pagg. "Nein, vielleicht lernen sie daraus."
"Hoffentlich hast du Recht." Ich hoffte es. Neben ihm landeten Ohm und Sarka. "Menschenpack, denen haben wir es gezeigt" sagte Ohm. Dann sah er mich an und merkte, dass er etwas Falsches gesagt hatte. Er blickte daraufhin betroffen zu Boden. Ich sagte: "Nichts für Ungut und danke, dass ihr mich gerettet habt." Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten über den sinnlosen Hass aufeinander und dann verabschiedeten sie sich. Sie schnappten sich noch ein Pferd und flogen von dannen. Ich begann aufzuräumen und dachte über die Freundschaft zu den Gargoyles nach. Dann hörte ich Schritte, die sich schnell dem Hof nährten. Ich griff zu meinem Schwert, weil ich dachte, dass es einer der Ritter war, der zurückkam. Dann aber hörte ich einen Schrei, der zu Marie passte. Marie! Was sollte ich ihr sagen, wie sollte ich ihr das alles erklären. Ich lief auf sie zu und wollte sie abfangen, bevor sie die verkohlte Leiche ihrer Mutter oder den gespaltenen Schädel ihres Vaters sah. Aber sie stieß mich zur Seite und lief auf das Haus zu. Sie stand vor den brennenden Ruinen ihres Heimes und sah wie ein Bild des Elends aus. Ihr Schreien hatte sich in ein heiseres Schluchzen verwandelt. Dann sah sie die Leiche ihres Vaters und brach ohnmächtig zusammen. Zum Glück hatte ich sie schon eingeholt und konnte sie auffangen. Da lag sie nun wie ein Häufchen Elend in meinen Armen. Ich trug sie in die Scheune und bettete sie in das Stroh. Dann machte ich mich wieder an die Arbeit und begrub die Leichen, schaffte die Überreste des Kampfes fort und versuchte den Rest des Feuers zu löschen. Dann hielt ich Wache vor ihrem Bett. Ich war zwar erschöpft aber schlafen konnte ich sowieso nicht. Kurz vor Morgengrauen gab ich den Schafen etwas zu essen und erledigte die täglichen Aufgaben.Dann setzte ich mich neben Marie und versuchte sie zu wecken. Sie schlug die Augen auf und starrte einige Sekunden lang nur ins Leere. Anscheinend musste ihr Gehirn erst realisieren, was passiert war. Ich wollte schon etwas sagen, als der Blick sich plötzlich klarte und sie mich ansah. Mit ertickender Stimme fragte sie: "Vater?" Ich senkte den Kopf und schüttelte ihn leicht. Dann wollte sie mich noch was fragen aber ihre Stimme versagte völlig. Ich konnte an ihren Lippen aber das Wort "Mutter?" ablesen. Wiederum schüttelte ich leicht den Kopf. Nach dieser vernichtenden Antwort sackte sie in meinen Armen zusammen. Sie versuchte zu weinen aber kein Ton verließ ihren Mund. Ihr Hals war wie zugeschnürt. Trotzdem bebte ihr Körper. Sie weinte lautlos in meinen Armen. Nach einigen Minuten begann sie zu Schluchzen und lauthals zu schreien. Ich hielt sie stundenlang in meinen Armen und versuchte sie zu trösten. Irgendwann war sie zu erschöpft zu weinen und legte sich jammernd hin. Ich brachte ihr etwas zu essen und zu trinken, wovon sie nichts anrührte. In der Nacht legte ich mich neben sie. Sie kuschelte sich sofort an meine Brust und schlief ein. Auch ich schlief kurz danach ein. Ich war einfach zu erschöpft. Ich wachte mehrmals in der Nacht von Alpträumen geplagt auf aber morgens konnte ich mich nicht mehr erinnern, was ich geträumt hatte.
Wir standen gemeinsam auf und sie ging auf den Hof. Sie sah die qualmende Ruine, die mal ihr Heim gewesen war. Dann verfluchte sie die Gargoyles. Sie reckte ihre rechte Faust gen Himmel und schwor Rache. Anscheinend hielt sie es für einen Angriff der Gargoyles, die sich an mir rächen wollten. Ich ließ sie in dem Glauben. Schließlich konnte ich ihr nicht erzählen, dass sie mich gerettet hatten und ich ein Freund von ihnen war. Also entschließ ich mich sie anzulügen. Mir war sehr unwohl dabei aber vielleicht konnte ich ihr später erzählen, wie es wirklich war. Sie ging zum Brunnen und wusch sich ihr verheultes Gesicht. Dann fing sie an ihre Arbeit zu machen. Sie lehnte jegliche Hilfe von mir ab. Ich ließ sie arbeiten. Vielleicht half es ihr sich abzulenken. Ich räumte den ganzen Tag die qualmenden Überreste der Ruine, die Mal ein Haus waren, weg. Am Nachmittag kamen einige Nachbarn vorbei und boten Marie ihre Hilfe an. Mich schauten sie missbilligend an. Marie nahm dankend an und versprach sich zu melden, wenn sie Hilfe brauchte. Abends lagen wir wieder im Heu. Sie fragte mich, ob ich bei ihr bleiben wolle. Ich war froh, dass sie mich fragte. Ich hatte schon Angst, dass sie mir die Schuld gab an dem Tot ihrer Eltern. Ich stimmte gerne zu. Ich war ab jetzt also ein Schafbauer. Dann sollte ich ihr versprechen, den Mörder ihrer Eltern zu töten. Was sollte ich jetzt machen. Den wahren Mörder, die Ritter des Fürsten, konnte ich nicht töten. Und sollte ich meine Freunde töten, nur wegen ihrer Rachegefühle und ihr Hass auf Gargoyles. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Aber ich versprach ihr auch das. Irgendwann wird sie schon ruhiger werden. Ich konnte sie bestimmt davon abbringen, wenn sie diese schlimmen Tage verarbeitet hatte. Jetzt war es erstmal wichtiger für sie da zu sein. Ich fragte nach ihrem Bruder. Sie wollte am nächsten Tag zu ihm gehen. Er leistete immer noch Frondienst beim Fürsten. Aber erst musste sie es selber verarbeiten, bevor sie es ihm erzählen wollte. Sie fing wieder an zu weinen. Ich zog sie etwas näher zu mir heran und bald darauf schliefen wir wieder ein.
Diese Nacht plagten mich wieder Alpträume. Mitten in der Nacht wachte ich davon auf. Ich stand auf und wollte mir etwas die Beine vertreten. Ich ging raus und schlenderte nachdenklich vor mich hin als ich eine Bewegung vor mir sah. Es war Pagg. "Was machst du denn hier?", fragte ich ihn. "Ich muss mit dir sprechen. Wir müssen den Fürsten angreifen." Jetzt war ich überrascht. "Wieso willst du ihn angreifen?"