德语故事:Gargoyle(6)

发布时间:2022-11-12 13:13:36

Ich schlief sofort ein und wurde erst geweckt, als das Scheunentor geöffnet wurde und ein Lichtstrahl genau auf mein Gesicht fiel. Zuerst war ich geblendet aber dann erkannte ich Marie. Sie lächelte mich an und schrie lauthals: "Vater komm her, Pan ist wieder da." Ich stand auf und lächelte auch sie an. Dann kam sie auf mich zugelaufen und umarmte mich stürmisch. Beinahe wäre ich wieder umgefallen. Jetzt wusste ich, warum ich wieder hierher wollte. Hier wurde ich geliebt und geachtet. Um ihrer Freude Ausdruck zu verleihen gab sie mir einen kleinen Kuss auf den Mund. Ich sah sie ganz überrascht an, als Bore durch das Tor trat. "Was machst du denn hier?" fragte er mich mit einem freudestrahlenden Gesicht. Ich grinste und wurde ganz rot im Gesicht. Hoffentlich hatte er den Kuss nicht gesehen. Ich reichte ihm die Hand zur Begrüßung und jetzt musste ich mir etwas einfallen lassen. Aber er ließ mich gar nicht zu Wort kommen und fing an zu erzählen. "Man sagt sich, die Burg des Fürsten soll angegriffen worden sein. Es muss eine große Schlacht gewesen sein. Aber komm erstmal rein und frühstücke etwas." Ich nickte und folgte ihm. Was sollte ich ihnen erzählen. Die Wahrheit kam nicht in Frage. Wir gingen ins Haus und ich überlegte noch was ich ihnen sagen sollte. Als wir das Haus betraten, kam Bores Frau aus der Küche. Sie blieb stehen und starrte mich an. Ich glaubte sogar ein Grummeln von ihr zu hören aber ich kann mich auch irren. Zur Begrüßung nickte ich ihr freundlich zu. Daraufhin drehte sie sich um und ging wortlos zurück in die Küche. Bore bot mir einen Platz an und ging dann seiner Frau hinterher. Marie setzte sich mir gegenüber und blickte mich mit ihren wunderschönen, großen Augen an. Ich wusste nicht was ich sagen sollte, also blickte ich betroffen auf meine Hände. Zum Glück kam Bore und seine Frau aus der Küche bevor es zu peinlich für mich wurde. Sie trugen ganze Tablette mit Brot, getrocknetem Fleisch und Käse auf. Dazu gab es frische Schafsmilch. Ich aß mich richtig satt. Zum Glück sagte niemand etwas solange ich aß. Als ich nicht mehr konnte und fertig war blickte Bore mich neugierig an und sagte: "Ich habe gehört es war eine große Schlacht. Erzähl uns bitte davon." Mir war unwohl in meiner Haut, weil ich sie anlügen musste. Aber ich erzählte ihnen, was sie hören wollten. Dass es eine große Schlacht war und wir die Gargoyles vertrieben hatten. Ich erzähle ihnen, wie ich drei Gargoyles persönlich getötet habe und wie schwer es war gegen sie zu kämpfen. Bore und Marie hörten mir aufmerksam zu während Bores Frau den Tisch abräumte. Ich hoffte, dass die Wahrheit nie herauskam. Aber der Fürst konnte auch nichts anderes erzählen. Schließlich sollte niemand etwas von seinen grausamen Experimenten wissen. Somit war ich ziemlich sicher, dass niemand herausfand, was wirklich geschah. Bis zum Mittag verbrachten wir die Zeit damit alle Gargoyles zu verfluchen und ihnen den Tot zu wünschen. Bores Frau sah ich die ganze Zeit nicht mehr. Wahrscheinlich war sie einkaufen oder irgendetwas anderes erledigen. Nachmittags verrichteten Bore, seine Frau und Marie ihre Tagesarbeit. Ich fragte, ob ich helfen konnte. Bore nahm danken an und ich half ihnen. Gegen Abend fragte mich Marie, ob ich mit ihr Wasser holen wollte. Ich stimmte zu, weil ich gern in ihrer Nähe war. Der Brunnen war hinter dem Haus auf dem Acker. Wir beide nahmen jeweils einen Eimer und gingen los. Sie schwang ihren Eimer vor und zurück wobei ihre Hüfte sich hin und her drehte. Dabei sah sie mich von unten her an. Diese Frau machte mich warnsinnig. Wir kamen am Brunnen an und sie stellte ihren Eimer ab. Langsam kam sie auf mich zu und legte ihre Hände auf meine Schultern. Ich wurde immer nervöser. Ihr schelmisches Grinsen mit ihrem verführerischen Mund sorgte dafür, dass mir heiß und kalt wurde. Sie kam mit ihrem makellosen Gesicht immer näher und schloss dabei die Augen. Alles um mich herum war jetzt unwichtig. Es gab keine Gargoyles, keinen grausamen Fürst und keine Arbeit. Ich küsste sie und fühlte mich wieder, als würde ich fliegen. Es war sogar noch schöner als das Fliegen. Ich fiel in einen Schacht und hoffte nie auf dem Boden aufzutreffen. Wir küssten uns leidenschaftlich und vergaßen alles um uns herum. Nach einiger Zeit, ich weiß nicht wie lange, lösten wir uns voneinander. Sie lächelte und ging zum Brunnen. Während sie die Eimer mit Wasser füllte konnte ich die Augen nicht von ihr lassen. Ich war bis über beide Ohren verliebt. Jeder von uns nahm ein Eimer und wir gingen Hand in Hand zurück. Der Abend verlief ruhig. Wir drei aßen etwas. Nur die Hausdame aß in der Küche. Ich hatte keinen Hunger mehr. Die ganze Zeit konnte ich nur an Marie denken. Bore erzählte irgendetwas vom Halten der Schafe und von seiner Arbeit. Ich hörte ihm kaum zu. Kurz nach dem Abendessen verabschiedete sich Marie und ging. Auf der Treppe drehte sie sich um und warf mir einen Handkuss zu. Dann war sie weg. Auch ich sagte, dass ich müde wäre und ins Bett wollte. Bore guckte etwas enttäuscht aber nickte dann. Er bot mir an im Haus zu schlafen und führte mich in eine kleine Kammer. Es musste die Abstellkammer sein, denn es standen allerlei Sachen in den Ecken rum. In der Mitte war eine Matratze ausgebreitet auf der eine große Decke lag. Es war nicht gerade eine Luxusunterkunft aber sie haben sich angestrengt um mir ein gutes Nachtlager zu geben. Also nahm ich dankbar an. Nachdem Bore gegangen war legte ich meine Waffen und meine Oberbekleidung ab. Ich überlegte, ob ich zu Marie gehen sollte aber ich war Gast in diesem Haus und konnte Bore nicht hintergehen. Aber ich mochte sie und sie mich auch. Ich war noch ganz in Gedanken versunken und hin und her gerissen als plötzlich die Tür aufging. Marie stand in der Tür und lehnte sich lässig gegen den Türrahmen. Ihr Nachthemd war zwar aus einem rauen Stoff aber es umspielte verführerisch ihre atemberaubende Figur. Ihre eine Hand legte sie leicht auf ihr tief ausgeschnittenes Dekollete. In der anderen Hand hielt sie eine große Kerze. Das flackernde Licht warf zuckende Schatten über ihre weiblichen Rundungen. Ihre Augen zwinkerten verheißungsvoll. Ich starrte sie an und wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich sah bestimmt aus wie ein Idiot. Aber sie schritt auf mich zu und schloss die Tür hinter sich. Wir liebten uns die ganze Nacht voller Leidenschaft. Wir waren immer noch umschlungen als die Kerze abgebrannt war. Kurz vor Morgengrauen erhob Marie sich, zog sich an und ging. Ich lehnte mich zurück und schmunzelte. Mann, war ich ein Glückspilz. Solch einer Frau begegnete man nicht alle Tage.Nach einer halben Stunde ging ich in den Wohnraum und sah mich um. Alle waren schon wach und frühstückten. Ich saß mich zu ihnen aß auch etwas. Dieses Mal saß sogar Bores Frau mit am Tisch. Sie schien gut gelaunt zu sein. Der Tag verlief ganz normal und ruhig. Ich half etwas bei der Arbeit, wobei ich mich meistens in der Nähe von Marie aufhielt. Dann reinigte ich meine Waffen und Ausrüstung. Den ganzen Tag dachte ich nur an Marie. Gegen Abend, es dämmerte schon etwas, schickte Bores Frau Marie ins Dorf, etwas vom Markt zu besorgen. Hoffentlich kam sie bald zurück. Ich schärfte noch etwas mein Schwert als Bore ins Haus gerannt kam und mit panischem Blick sprach: "Viele Reiter kommen zu unserem Hof." Seine Frau fing daraufhin an zu Lachen und sagte zu mir: "Ich habe sie gerufen. Sie werden dich töten und wegbringen, weil du den Fürsten verraten hast." "Warum hast du das getan?" fragte ich sie daraufhin verständnislos. "Ich wollte euch doch nie etwas Böses" "Doch du bist das Böse." Sie schrie schon fast. Bore und ich gingen nach draußen um nachzusehen was sie von mir wollten. Wir stellten uns mitten auf den Hof und sahen, wie zwölf Reiter auf uns zuritten. Alle hatten glänzende Rüstungen an und ritten auf gepanzerten Schlachtrössern. Ich hatte nicht die geringste Chance gegen sie. Langsam bekam ich Angst. Ich hatte gehofft, dass der Fürst es auf sich beruhen lassen würde. Aber er hatte sich wohl entschieden mich zu bestrafen. Sie kamen auf den Hof gestürmt und hielten kurz vor uns an. Ihre Fackeln leuchteten in die hereinbrechende Nacht. Der Ritter vor mir zog eine Schriftrolle aus der Satteltasche und rollte sie auseinander. "Anordnung unseres großen Herrschers. Der flüchtige und unehrenhafte Verräter Pan ist aufzustöbern und zu exekutieren.", las er mit monotoner Stimme vor. Daraufhin drehte er sich zu den anderen Reitern um und befahl: "Tötet alle und brennt den Hof nieder." Bore wurde immer blasser. Vier der Reiter ritten auf mich zu und wollten mir den Kopf spalten. Ich wich ihnen aus und lief auf den Stall zu. Sechs andere Reiter ritten auf das Haus zu und warfen ihre Fackeln auf das Strohdach und in die offenen Fenster. Die beiden letzten Reiter warteten, was passierte. Anscheinend waren es höhere Dienstgrade und sie gaben sich nicht mit der Drecksarbeit ab. Das Haus fing sofort Feuer und es wurde plötzlich sehr hell. Ich versteckte mich hinter einer großen Karre und wartete ab. Ich hoffte, dass Bore und seine Frau so klug waren, sich auch zu verstecken. Dann hörte ich einen markerschütternden Schrei. In diesem Schrei steckte soviel Schmerz. Durch den Schrei erwachte Bore aus seiner Starre. "Marie" schrie er voller Verzweiflung und rannte auf das Haus zu. Zuerst bekam ich einen Schock. Marie war im Haus? Ich wollte schon losrennen, um sie zu retten, als eine brennende Person aus dem Haus gerannt kam. Es war seine Frau. Da begriff ich, dass seine Frau auch Marie hieß. Ich war etwas beruhigt, obwohl ihr Tot nicht weniger schlimm war. Aber wenigstens war meine Marie nicht hier. Marie, mit ihrem bizarren Feuerkleid, brach kraftlos zusammen und hörte auf zu schreien. Einige Sekunde zappelte und wimmerte sie noch bevor sie still und reglos wie ein verkohltes Stück Holz dalag. Bore fing an zu weinen. Es war zwar nie die große Liebe gewesen, wie er oft genug betont hatte, aber seine Familie und sein Hof waren alles was er hatte. Auf einmal verlor er alles, was im lieb und teuer war. Höchstwahrscheinlich auch sein Leben. Aber das war ihm egal. Er wischte sich die Augen trocken, schluckte einmal und ging in meine Richtung. Aber er beachtete mich gar nicht. An dem Stall lehnte eine Forke. Er nahm sie und ging wie ein Lebensmüder auf die Reiter zu. Währenddessen waren die vier Reiter, die mich verfolgt hatten, abgestiegen. Dann auf ihren Pferden konnten sie mich in meiner Nische hinter dem Wagen nicht erreichen. Sie konnten mich nur von links oder rechts angreifen, weil hinter mir der Stall und vor mir der Wagen war. Ich hoffte, dass keiner auf die Idee kam unter den Wagen zu kriechen und mir meine Füße abzuhacken. Aber es sah gut aus. Zwei kamen von links und zwei von rechts. Der Spalt war aber so schmal, dass mich von jeder Seite nur einer angreifen konnte. Vielleicht überlebte ich das hier sogar. Aber ich konnte Bore in seinem ausweglosen Kampf nicht helfen. Er rannte ohne Nachzudenken auf den ersten Reiter in seiner Nähe zu. Der war so überrascht, das Bore ihm ohne Gegenwehr die Forke in den Hals rammte. Genau zwischen Brustpanzer und Helm stach Bore zu. Der Reiter ließ sein Schwert und sein Schild fallen und griff sich an den Hals. Blut ran über seine eisernen Handschuhe. Ich hörte noch ein Röcheln als er nach hinten von seinem Pferd fiel. Bore zog die Forke aus dem Hals, wobei ein Blutstrahl hervorspritzte. Er musste die Halsschlagader getroffen haben. Der Ritter blieb regungslos liegen und presste beide Hände an seinen Hals. Er ging über zum nächsten Reiter, der sein Schwert hob und sein Schild vor seinen Körper hielt. Dieser war bestimmt nicht so leicht zu besiegen. Er wollte gerade zuschlagen als Bore in die Knie ging und mit dem Stil auf den Hals des Pferdes hieb. Er musste den Kehlkopf getroffen haben. Auf jeden Fall richtete sich das Pferd auf seine Hinterbeine auf und warf seinen Reiter ab. Er fiel mit einem Scheppern auf den sandigen Hof. Bore hob die Forke und hieb sie zwischen sein Gesichtsvisier. Zwei Zinken brachen ab aber Einer kam durch die schlitze im Visier. Der Reiter erschlaffte sofort und war tot. Beim dritten hatte er weniger Glück. Obwohl er heldenhaft gekämpft hat kam ein weiterer Ritter von hinten und spaltete seinen Kopf. Er fiel leblos zu Boden und starb in einer riesigen Blutlache. Tief in meiner Brust spürte ich einen tiefen Schmerz. Er war ein guter Mensch gewesen und hatte es nicht verdient, wegen mir zu sterben. Aber ich hatte keine Zeit für Trauer und Schuldgefühle, denn ich musste mich gegen meine Angreifer wehren. Ich hoffte nur, dass Marie nicht zurückkam und auch noch in Gefahr geriet.
阅读更多外语试题,请访问生活日记网 用日志记录点滴生活!考试试题频道。
喜欢考试试题,那就经常来哦

该内容由生活日记网提供.