德语故事:Wie Nona und Tubo Weihnachten retten(9)

发布时间:2019-01-31 06:03:57

Das Planetarium

"Stopp! Zutritt nur für Plumbum" prangte in großen Lettern auf einem Schild vor dem Planetarium.

Nona und Tubo gafften. Plumbum? Was sollte das sein? Wie sie so dastanden und rätselten, entpuppte sich Urimor wieder mal als Retter in der Not. "Plumbum sind Weltenbummler. Weltreisende."

Nona interessierte: "Oh, woher weißt du da das?" Urimor schmunzelte und meinte geheimnisvoll.

"Ich kenne den Anfang der Welt, Engelchen, und noch vieles mehr. Und ihr dürft euch ab jetzt mit Fug und Recht auch Weltenbummler schimpfen."

Er forderte sie auf. "Hinein mit euch. Folgt mir."

Urimor kannte sich aus. Durch eine Drehtür gelangten sie ins Innere des Planetariums, so groß, das sie sich hätten verlaufen können. Hinter der Drehtür befand sich eine Hinweistafel nahe einer Lichtschranke, die vor Elektroschocks beim unrechtmäßigen Übertreten warnte. Das flößte Tubo und Nona Angst ein, und sie wagten nicht, darüber zu treten, als aus einem Nichts die Frage einer blechernen Stimme kam: "Wer seid ihr?" Ihre Augen suchten vergebens. Urimor antwortete: "Nona und Tubo aus Himmeland sowie ... hier krächzte er eindringlich "... Urimor, der Urvogel. Mach endlich auf."

"Habt ihr das Schild vor der Tür gelesen? Betreten erlaubt nur für Plumbum?"

Urimor beteuerte: "Und ob wir Plumbum sind, du Blechbüchse. Ich bin schon seit tausenden von Jahren ein Plumbum. Mach auf!" Doch die Stimme gab sich damit noch nicht zufrieden:

"Habt ihr die Bekanntschaft mit den Tipitaki gemacht? Und den Igelkakteen? Ist euch Öre-Göre begegnet? Sagt, wie geht es den Jojos?"

"Dieser Roboter raubt mir noch den letzten Nerv", schimpfte Urimor und bestätigte dennoch alles, was die unbekannte Stimme verlangte. "Und die Jojos sind endlich befreit." Nach einer längeren Pause erwiderte der Unbekannte:

"Ich verbiete mir solche Beleidigungen wie Blechbüchse und erwarte eine Entschuldigung. Ansonsten kann ich Sie nicht einlassen."

Urimor nuschelte in seinen Schnabel und verdrehte die Augen. "Tschuldigung."

Daraufhin öffnete sich die Schranke. Sie betraten eine verglaste Wabenhalle, die von Unmengen kleiner roten Lampen beleuchtet wurde. Die Halle war bis auf eine Metalltreppe unmöbliert. Die Treppe, die sich als Rolltreppe entpuppte, führte sie geradewegs ins Zentrum des Planetariums. Als sie ankamen, liefen ihnen Miniatur-Menschen, über und über mit Buchstaben bekleckert, über den Weg. Deren Nasen steckten tief in Bücher. Sie sahen aus, als fräßen sie Buchstaben. Nona und Tubo starrten sie an, überrascht, Lebewesen zu begegnen, die ihnen ähnlich waren.

Urimor lieferte ihnen die Erklärung. "Leseratten. Auch Buchstabenfresser genannt. Wisst ihr, das Leseratten vom Aussterben bedroht sind?"

Weder Nona noch Tubo war das bekannt. Plötzlich tauchte eine Gestalt, die ganz entfernt an einen Roboter erinnerte, aus der Dunkelheit auf, kam auf sie und stellte sich als Kamill, den Leiter dieses Planetariums vor. Er reichte ihnen die Hand, die sich kühl anfühlte und machte eine perfekte Verbeugung. Wie zwanghaft wienerte er mit einem Staubtuch unablässig über seinen Körper, der wie poliert glänzte. Urimor spottete, ohne das Kamill es hören konnte:

"Der tut immer so etepete. Hat einen Putzfimmel Und legt soviel Wert auf sein Äußeres."

Er schaute an sich runter, an seinem zerzausten Gefieder: "Anders als ich."

"Wir haben ja auch eine lange Reise hinter uns", flüsterte ihm Nona zu. Kamill betrachtete Nona und Tubo aus den Augenwinkeln:

"Kennt ihr Leseratten?" Beide schüttelten die Köpfe. Kamill zog die Augenbraue, die ein Strich war, hoch.

"Nein? Leseratten kommen ursprünglich vom Erdenplaneten. Dort sind sie vom Aussterben bedroht und sollen hier bleiben, bis sich ihr Bestand wieder vergrößert hat. Ihr glaubt gar nicht, was die so den lieben langen Tag verschlingen. Bücher, nichts als Bücher. Manchmal weiß ich nicht, wo ich noch Buchstaben für sie herholen soll?"

Er wollte wissen: "Habt ihr Bücher dabei?"

Sie verneinten. Kamill seufzte. "Schade. Dann muss ich sehen, wo ich Futter für sie herbekomme. Ihr Hunger ist gigantisch."

Und ohne Überleitung fragte er:

"Darf ich euch in die Geheimnisse des Planetariums einweihen?"

Urimor wollte abwinken, als er aber die interessierten Augen von Tubo und Nona bemerkte, ließ er es dabei bewenden. Er lehnte sich entspannt in seinen Sitz zurück und schloss die Augen. Die Strapazen der Reisen hatten ihn mitgenommen. Das Planetarium kannte er wie seine Westentasche. Im Nu war er eingeschlafen.

Der Kuppelsaal verdunkelte sich, und ein wahres Lichtermeer tat sich vor ihnen auf. Stern an Stern reihte sich auf dem Bildschirm über ihnen. Vor Ehrfurcht erstarrten Nona und Tubo. Tubo fragte Kamill Löcher in dessen metallenen Bauch. Kamill wurde nicht müde, alle Fragen zu beantworten. Wie die einzelnen Gestirne hießen. Wie alt sie waren. Auf welchen Umlaufbahnen sie kreisten. Wer auf ihnen wohnte. Wie warm, wie kalt es dort war. Alles, was sie interessierte, erläuterte ihnen Kamill. Tubo starrte wie elektrisiert in den Sterne. "Ich werde ein Weltreisender. Nur ein Weltreisender."

Fürwahr beeindruckend, dass sie bis in den hintersten Winkel des Weltalls schauen konnten. Bis nach Niemandsland.

"Dass das Universum so groß ist, hätte ich nie für möglich gehalten", gestand Nona überaus beeindruckt. "Das ganze Firmament übersäht mit unzähligen Sternen. Und wo ist Kandelaber?"

Bei dem Wort Kandelaber fuhr Urimor auf wie von der Tarantel gestochen und schnellte aus dem Sitz empor: "Kandelaber. Wie...wo...?"

Seine Augen blinzelten in die Sterne.

"Da... sieh, Nona, da ist er. Der Stern mit dem dunkelroten Schweif ist Kandelaber."

Nona und Tubo staunten. Problemlos konnten sie den dunkelroten Schweif von Kandelaber ausmachen.

Kamill erläuterte ihnen:

"Das ist Kandelaber. Und dahin wollt ihr?" Dabei verzog er die Mundwinkel verächtlich nach unten. "Wer will denn schon freiwillig nach Kandelaber?"

Tubo sagte: "Wollen nicht. Müssen."

Urimor hatte sich aufgestellt und erläuterte:

"Seht, hier müssen wir längs. In Richtung Ostnordost bis zum Nadelöhr. Dann weiter übers Seifengebirge bis nach Kandelaber."

Kamill konnte seine Neugierde nicht mehr unterdrücken.

"Es geht mich ja nichts an. Aber was wollt ihr um Himmelswillen auf Kandelaber bei diesem unflätigen Riesen? Es gehen Gerüchte um, er popele so gerne in der Nase. Eklig, oder? Ich bin heilfroh, dass er immer einen weiten Bogen ums Planetarium macht und ich noch nicht die nähere Bekanntschaft mit ihm gemacht habe."

Hier schüttelte sich der menschelnde Kamill, und es rasselte ein wenig. Dann verrieten sie Kamill haarklein den Grund ihres Ausfluges.

Kamills Worte klangen so gewählt, so vornehm und gigantisch gehörte offensichtlich zu seiner Lieblingsvokabel: "Da fehlen einem die Worte. Gigantisch. Wenn man dem Gerede Glauben schenken darf, soll er nicht nur der hässlichste Riese im Universum sein, sondern auch der Dümmste. Dieser Coup mit dem Schlafsand widerspricht dem gängigen Klischee Paraplüs, das hier weit und breit über ihn vorherrscht, aber entschieden. Gigantisch. Im Gegenteil. Diese List beweist durchaus Züge nicht zu unterschätzender Intelligenz. Gigantisch."

Er konnte seine Bewunderung für Nona und Tubo nicht verheimlichen. "Und ihr zwei besitzt den Mut, ihm alles wieder abzujagen. Hut ab. Euer Ruhm wird euch wie ein Lauffeuer vorauseilen. Ich würde mir das nie zutrauen. Nein, dazu wäre ich zu feige. Gigantisch."

Kamills Lob schmeichelte Nona und Tubo zwar, aber noch hatten sie eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Noch hatten sie Weihnachten nicht gerettet.

Kamill sinnierte. "Weihnachten. Erdenplanet. Geschenke. Kinder. Sonderbare Bräuche herrschen da draußen. Gigantisch. Dabei war ich als weitgereister Plumbum noch nie auf der Erde. Und noch nie in Himmeland. Gigantisch. Wird mal wieder Zeit für eine Abwechslung. Nach der nächsten Sonnenfinsternis werde ich mich auf den Weg machen."

Urimor drängte zum Aufbruch.

"Genug geplaudert, Kamill. Wir müssen weiter. Weihnachten steht sozusagen vor der Tür."

Kamill verbeugte sich dezent.

"Selbstverständlich. Dieses Weihnachten soll um keinen Preis ausfallen. Schade, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie sich Traurigkeit anfühlt. Ich war noch nie in meinem Leben traurig."

Er schien völlig abwesend zu sein.

Dann fiel ihm ein:

"Bedenkt, dass ab jetzt Linksverkehr herrscht."

Urimor verdrehte seine Karfunkelsteinaugen ob soviel Korrektheit, lobte aber den empfindsamen Kamill:

"Wie gut, dass du uns darauf hingewiesen hast, Kamill. Das hätte böse enden können."

Sie hatten im Himmobil Platz genommen. Nona auf der Rückbank.

"Eben. Hatten schon genügend Karambolagen hier. Gigantisch. Unfälle am laufenden Band, auch verursacht durch Paraplü in seinem großen Wagen."

Als er ins Detail gehen wollte, unterbrach ihn Urimor:

"Danke für den Hinweis, Kamill. Weihnachten wartet."

"Natürlich. Wie dumm von mir. Entschuldigt bitte."

Dann fiel ihm noch ein:

"Euch ist klar, dass ihr für das Nadelöhr einen Magneten braucht. Sonst kommt ihr nicht durch die winzige Öffnung."

"Bin nicht zum ersten Mal in diesem Landstrich, Kamill."

Urimor kramte unter einer Bauchfeder einen kleinen Magneten in der Größe eine Murmel hervor.

"Für alle Fälle." Kamill, der menschelnde Roboter war zufrieden.

"Gigantisch. Ich begleite euch noch bis zum Vakuum."

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