德语故事:Wie Nona und Tubo Weihnachten retten(7)

发布时间:2022-01-16 06:42:43

Das Sternschnuppendorf Funkia

Dann gerieten sie an eine Kreuzung. Urimor fuhr seine rechte Schwinge aus. "Jetzt scharf nach rechts", krächzte Urimor und wies Tubo den Weg, der jäh abbremsen musste, um die Umlaufbahn des Saturns nicht zu verfehlen. Ab jetzt ging es wieder geradeaus. Das Licht veränderte sich, je näher sie dem Sternschnuppendorf Funkia kamen. Als sie in Funkia einfuhren, zuckte und blitzte es am Sternenzelt. Klein. Groß. Hell. Bunt. In allen Farben und Formen. Es regnete regelrecht kunterbunte Funken.

"Mit einem Feuerwerk begrüßen die Sternschnuppen ihre Gäste", verriet Urimor. Nona war verzaubert. Liliane hatte zwar davon erzählt. In Wirklichkeit war es noch viel schöner. Hier im Sternschnuppendorf lebte Kim, ein Freund Lilianes. Immer zur Mittsommernacht machten sich Liliane und andere Engel auf nach Funkia, um eine Nacht lang den Mitternachtswalzer zu tanzen. Hatte doch Sternschnuppe Kim extra die Strapazen der beschwerlichen Reise zum weit entfernten Federboa-Berg in Bennebelt auf sich genommen. Dort wuchsen die seltenen rosa Federboas, von denen er Liliane eine als Liebespfand gepflückt hatte. Liliane trug diese rosa Federboa Tag und Nacht.

"Niemand tanzt besser Walzer als Kim", schwärmte sie, wenn sie aus dem Sternschnuppendorf zurückkehrte und von Sternschnuppe Kim träumte. Eine lilafarbene Sternschnuppe rannte aufgeregt auf sie zu: "Hallo, ich bin Kim. Ihr kommt aus Himmeland? Ist Liliane auch dabei?"

Mit seinen Augen durchsuchte er das Himmobil. Wie enttäuscht er war, Liliane nicht anzutreffen. Sein dunkles Lila verblasste. Inzwischen war das Himmobil umringt von Sternschnuppen. Die Jojos waren mittlerweile des Stillsitzens überdrüssig und hüpften wie die Wilden durch die Gegend. Nona erklärte den Sternschnuppen: "Wir sind unterwegs nach Kandelaber zum Riesen Paraplü, der den Erdenkindern Weihnachten stehlen will. Das können wir nicht zulassen. Weihnachten ist doch das schönste der Erdenfeste."

Die Sternschnuppen berichteten, Riese Paraplü sei unlängst in seinem großen Wagen vorbeigebrettert. Allerdings nicht in der üblichen Geschwindigkeit.

Für Tubo war klar, warum. "Sein Wagen war voller Spielzeug. So voll gepackt ist es vorbei mit der Raserei."

Nona umschlang Kim, der niedergeschlagen schien und munterte ihn auf: "Soll ich dir was verraten, Kim? Liliane verlässt nie ohne deine Federboa das Haus."

"Wirklich?"

"Wirklich."

Sternschnuppe Kim leuchtete wieder dunkellila. Er wollte wissen:

"Und die Jojos begleiten euch nach Kandelaber?"

Urimor, Tubo und Nona verneinten.

"Sie suchen eine neue Bleibe", sagte Urimor. "Auf Galaxos ist es derzeit noch zu gefährlich. Diesem Mikado ist nicht zu trauen." Seine Augen schweiften durch Funkia. "Sagt, könnten die Jojos eine Weile bei euch bleiben?"

Die Sternschnuppen protestierten. "Bei uns im Sternschnuppendorf ist es zu eng. Wir haben ja fast selbst kaum noch Platz und suchen schon nach Alternativen. Funkia platzt bereits aus allen Nähten."

Kim überlegte einen Augenblick. Er hatte eine Idee. "Gegenüber von Funkia liegt Bennebelt, das nur über eine Hängebrücke erreichbar ist. Die Bewohner von Bennebelt sind vor ewigen Zeiten weitergezogen und Bennebelt verfällt täglich mehr. Platz gäbe es dort genug für die Jojos. Und ne Menge Arbeit, bis alles wieder in Ordnung wäre."

Tubo wollte wissen: "Wären die Jojos denn dort in Sicherheit?"

Kim versicherte: "Bestimmt. Kaum jemand traut sich über diese wackelige Hängebrücke. Selbst wir vermeiden es möglichst, nach Bennebelt zu reisen. Höchstens, um rosa Federboas zu pflücken."

"Wärt ihr damit einversta...?"

Urimor hatte noch nicht zu Ende gefragt, als die ersten Jojos bereits über die Ruckelbrücke hopsten. Die Hängebrücke schwankte gefährlich hin und her. Dooooooiiiiiiinnnnnggggg. Doooooiiiiiiiinnnnng. Nona wurde schwindelig vom Zugucken.

Jenseits der Brücke bedankten sich die Jojos mit einem lang anhaltenden Doooiiiiinnnng-Konzert für die Rettung. Nona konnte nicht umhin und musste gleich fünfmal hintereinander das Rad schlagen.

"Hoppla, Engelchen. Du bist ja eine richtige Artistin", lobte Urimor.

Tubo drängte zur Weiterfahrt. Kim flüsterte Nona ins Ohr:

"Richte Liliane meine Grüße aus, wenn ihr wieder zurückkehrt nach Himmeland. Sie soll mich wieder besuchten. Ich habe Sehnsucht nach ihr. Und viel Glück für euch."

Auch die anderen Sternschnuppen riefen im Chor: "Viel Glück. Ihr seid so mutig. Das würden wir uns nie trauen."

Nona und Urimor nahmen wieder Platz im Himmobil. Als sie davonfuhren, prasselte ein regelrechter Funkenregen auf sie herab. Barg der Funkenregen einen Zauber, der ihnen besondere gut tat? Sie fühlten sich seltsam erfrischt.

Heiaschnarch

Zum Abschied drehte Tubo eine Schleife über Funkia und nahm durch die Sackgasse Kurs auf Heiaschnarch. Meilenstein, ein verschlafenes Nest im Weltall, ließen sie links liegen.

"Sind wir noch weit von Heiaschnarch entfernt, Urimor?" fragte Nona.

"Zirka eine halbe Klingklong-Stunde. Es geht auch immer geradeaus. Kannst dich etwas entspannen, Tubo, und die Fahrt genießen."

Sie schwebten schweigend dahin und genossen die Landschaft aus Extrawürsten, den typischen Bäumen dieser Region mit einer Baumrinde wie schwarz-weiß punktierte Pelle. Darin nisteten Galgenvögel und Grünschnäbel, zu deren Leibspeise Leuchtkäfer gehörten, die hier in Hülle und Fülle vorhanden waren. Urimor winkte ihnen zu.

"Ihr kennt euch, Urimor", fragte Nona.

"Natürlich, Engelchen. Ist noch junges Gemüse. Nicht halb so alt wie ich."

Dann lachte er, bis sein Karfunkelsteinaugen blitzten: "Hahahaha. Ihr seid ja auch noch richtige Grünschnäbel. Aber ganz schön mutige Grünschnäbel. Das muss der Neid euch lassen. Ich bin so froh, euch kennen gelernt zu haben."

Er betrachtete Nonas Flügel intensiv. "Sag mal, Engelchen, was ist mit deinem linken Flügel passiert? Wie ist der denn gebrochen?"

Nona schilderte ihm den Sturz aus dem Engelstrompetenbaum. Den nicht mehr zu heilenden Engelsflügel, der ihr aber keinen großen Kummer bereitete. "Manchmal kann ich schneller Rad schlagen, als Tubo fliegen kann. Stimmt doch, Tubo?" Tubo nickte. "Das stimmt. Nona ist eine erstklassige Radschlägerin. Ich lern das nie."

"Und wenn ich müde vom Laufen bin, trägt mich Tubo ein Stückchen. Es wäre zwar schön, wenn ich Fliegen könnte, aber das geht nun leider nicht mehr."

Urimor krächzte: "Quatsch. Mit gebrochenen Flügeln kenn ich mich aus. Zuhause hab ich eine Salbe, die heilt gebrochene Flügel. Wenn wir aus Kandelaber zurück sind, komm ich nach Himmeland und bring dir Salbe und Heftpflaster vorbei. Die machen deinen Flügel wieder gesund, Engelchen. Ich, Urimor, Kann doch nicht zulassen, dass Engel nicht mehr fliegen können."

Nonas Augen strahlten und ihre fünf Sommersprossen wurden eine Spur dunkler. "Ehrlich, Urimor? Das wäre super."

"Wenn ich es dir sage, Engelchen. Meine Quacksalbe und mein Heftpflaster sind reinste Wundermittel und helfen hundertprozentig. Ein Klacks für Urimor... nein, äääh, ein Klecks für Nona."

"Oder wir besuchen dich mal zuhause."

Nona verschwand nach hinten ins Himmobil und konnte nicht umhin, Urimor zu umarmen, bis dieser nach Luft japste. Selbst der Fahrtwind schaffte es nicht, das Strahlen aus Nonas Gesicht zu pusten.

Tubo flog weiter landeinwärts, vorbei an Nachtschwärmern und Drachenfliegern. Urimor warnte:

"Über Heiaschnarch treiben Wirbelwinde ihr Unwesen. Ich rate dir daher zu Landung. Wir müssen auf dem Landweg weiter und auf der Hut sein. Am besten verschwinden wir anschließend durch die Hintertür, die nur der Sandmann kennt."

Er fuhr fort: "Seht ihr die Leuchtbojen dort vorne. Folge denen, Tubo, die führen uns direkt nach Heiaschnarch."

Urimor konzentrierte sich jetzt zusammen mit Tubo auf die Landung. Sie setzten butterweich auf sandigem Hügelland auf, das opalen schimmerte.

Aufmerksam rollten sie durch Heiaschnarch. Versteckt zwischen Hügel entdeckten sie prallgefüllte Sandsäcke. "Hier hat Paraplü einen Sack Schlafsand geklaut", erboste sich Nona noch im Nachhinein.

"Soviel Schlaf- und Traumsand. Ganz Heiaschnarch nur Sand", staunte sie, griff eine Handvoll und ließ die daunenweichen Körner durch ihre Finger rieseln.

"Jedes Körnchen beinhaltet einen schönen Traum", erklärte Urimor.

"Soviel Träume." Nona schluckte.

"Vorsicht, Nona. Damit kein Sandkörnchen in unsere Augen kommt, sonst versinken wir wieder in einen Tiefschlaf. Dann wäre es endgültig Aus mit Weihnachten."

Tubo schloss sicherheitshalber das Verdeck des Himmobils. "Sicher ist sicher."

Urimor gab ihm Recht. "Ich hab bei meinem ersten Besuch auf Heiaschnarch auch Lehrgeld bezahlen müssen. Damals hab ich drei Tage hintereinander geschlafen. Seitdem bin ich nie mehr ohne Augenbinde in Heiaschnarch unterwegs."

Zum Beweis griff er unter sein Gefieder und zog ein buntkariertes Tuch hervor.

"Wir müssen Ausschau nach dem Sandmann halten. Der weist uns den Weg ins Kometenland. Haltet die Augen offen. Um diese Tageszeit könnten wir ihn hier draußen antreffen. Er bereitet sich bestimmt für seine nächtliche Tour zur Erde vor. Wie gut, dass der Sandmann immun gegen Schlafsand ist."

Drei Augenpaare suchten das Gelände ab, und es war Nona, die ihn aufspürte. "Da...da...dahinten. Zwischen den Hügeln. Eine Zipfelmütze."

Tubo lenkte das Himmobil westwärts, in der eine Mütze auf- und abwippte. Er stoppte direkt vor Sandmanns Füßen, der bei ihrem Anblick erschrocken einen Satz zur Seite machte und mitsamt Schaufel kopfüber in einem Sandhaufen landete. Nona, Tubo und Urimor lachten schallend, weil es so komisch aussah, wie Sandmann mit den Beinen nach oben strampelte. Nona und Tubo befreiten ihn aus der misslichen Lage. Sandmann schüttelte sich und schimpfte: "Wie könnt ihr nur den Sandmann derart erschrecken?"

Dann erkannte er Urimor. "Ach, du bist es, alter Haudegen. Was treibt dich denn schon wieder nach Heiaschnarch? Wieso bist du in Begleitung zweier halber Engel?"

Urimor legte Sandmann seine Schwinge auf die Schulter. "Gemach, gemach, Schlafbote. Fragen über Fragen. Darf ich dir vorstellen? Nona und Tubo aus Himmeland. Sie werden dir den Grund unseres Hier seins erklären."

Nona berichtete, wie Paraplü sie mit Schlafsand eingelullt hatte und sich daraufhin alle Spielsachen unter den Nagel gerissen hatte. Sie schloss mit dem Satz: "Den Schlafsand hat dir Paraplü hier in Heiaschnarch geklaut."

Sandmännchen machte Stielaugen. Er wurde wütend und schimpfte:

"Dieser popelige Popelknubbel auf seiner Burg Zwiebel... Zwiebelkuchen... Zwiebelschal... Zwiebeltopf... Zwiebel..."

Tubo half ihm weiter: "Zwiebelturm."

Sandmann wiegte irritiert den Kopf und drohte: "Genau. Zwiebelburg. Kommt mir dieser Popelaugust aus Kandelaber noch mal unter die Augen, werde ich ihm eine gehörige Prise Schlafsand verpassen, dass er die nächsten tausend Jahre nicht mehr wach wird. Hat man je so was gehört? Den Sandmann zu beklauen. Aaaaah, nicht nur den Sandmann. Auch die lieben Engel aus Himmeland, die sich doch so für die Erdenkinder abrackern, damit Weihnachten ein tolles Fest wird. Diesem Tatzelwurm werde ich den Kopf waschen, das verspreche ich euch."

Sandmännchen hatte sich in Rage geredet. Nach und nach beruhigte er sich und sagte: "Hätte ich eine Ahnung davon gehabt, hätte ich euch ein Gegenmittel verschafft. Wackelpeter hilft genauso gut wie zehn Purzelbäume."

Tubo wollte wissen: "Oh, Wackelpeter. Was ist das?"

"Eine Mischung aus Wackelpudding und Petersilie. Ich schreib euch das Rezept für alle Fälle auf."

"Klingklong, klingklong, so tönt der Weihnachtsgong. Fünfzehn Stunden habt ihr noch..." Der Klingklong erinnerte sie daran. Sie mussten sich wirklich sputen.

Urimor bat: "Geleite uns bitte durch den Hinterausgang, Sandmann. Wir hatten keine Lust auf Wirbelwind. Die Zeit drängt, wie du gehört hast."

Sandmann schnallte sich einen Sack Schlafsand auf den Rücken und geleitete sie sicher über einen Trampelpfad aus Heiaschnarch hinaus. "Haltet euch links. Eine halbe Tagesreise, ehe ihr ins Land der Kometen und Schneemänner gelangt. Auch Minuspol genannt. Gute Reise. Und kommt gesund zurück."

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