德语故事:Wie Nona und Tubo Weihnachten retten(6)

发布时间:2019-01-31 06:03:59

Urimor, der Urvogel

Mit wippenden Federflügeln raste das Himmobil davon. Ab und an zuckten Blitze am Sternenzelt, worüber Nona jedes Mal erschrak, weil es ihr vorkam, als würden sie von den Blitzen durchbohrt.

"Soll ich das Verdeck schließen, Nona?"

Nona lehnte sein Angebot ab und lauschte mit seitwärts gerichtetem Kopf ins Weltall. Seltsame Geräusche erfüllten die Luft. Wie Klagetöne. "Hörst du das auch, Tubo?"

"Ja".

Dooooooooiiiiiiiiiiiinnnnnnnnng. Doiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnngggg.

Nona schaute prüfend nach links, rechts, seitwärts und nach hinten und erschrak dabei fürchterlich. Sie packte ihn am Arm:

"Tubo, Tubo. Da...da...da hinten sitzt jemand."

Tubo sah in den Rückspiegel und erschrak ebenfalls, als er in Augen wie Karfunkelstein blickte. Ein großer Vogel hatte unbemerkt auf dem Rücksitz des Himmobils Platz genommen. Dessen schwarzes Gefieder durchzogen graue Strähnen.

Dieser Vogel lächelte sie an, beugte sich zu den beiden vor und krächzte heiser:

"Gestatten. Urimor, der Urvogel. Habt keine Angst. Ich tue euch nichts zuleide. Suche nur eine Mitfahrgelegenheit. Komme soeben aus dem Flohzirkus."

Mit einem "Es juckt mich überall" pickte er in seinem Gefieder herum. Er fuhr fort: "Bin des Fliegens müde und zudem nicht mehr der Jüngste", und breitete sich gemütlich auf dem Hintersitz aus, wobei er - sich der Aufmerksamkeit der beiden sicher - gestand:

"Hab meinen zehntausendsten Geburtstag schon lange hinter mir, und heute plagt mich mein Rheuma fürchterlich. Es zwickt und zwackt dermaßen in meinem linken Flügel. Eine unerträgliche Pein, kann ich euch versichern. Dazu diese Juckerei. Und in meinen Fußkrallen hab ich Gicht." Er schnitt fürchterliche Grimassen. Vermutlich wegen der Schmerzen.

Schnell hatten Nona und Tubo ihren Schrecken überwunden.

Tubo hieß ihn gleich willkommen: "Hallo, Urimor. Willkommen an Bord des Himmobil. Schön, dich kennen zu lernen. Ich bin Tubo. Und neben mir sitzt meine beste und liebste Freundin Nona. Wir sind unterwegs nach Kandelaber, um Weihnachten zu retten."

Urimor schaute aus unergründlichen Karfunkelsteinaugen, breitete seine Schwingen aus und umschlang Tubo mit seiner linken und Nona mit seiner rechten Schwinge: "Hallo, Tubo, hallo Engelchen. Das mit Weihnachten und Kandelaber müsst ihr mir erklären."

Das taten sie. Urimor hörte sich alles in Ruhe an. Dann räusperte er sich: "Und ihr zwei seid aus Himmeland ausgebüchst? Begebt euch mutterseelenallein ins Weltall. Um das Weihnachten der Erdenkinder zu retten?"

"Da ist doch nichts dabei", meinte Tubo bescheiden und beschleunigte das Tempo des Himmobils. Das Lippenkauen hatte er total vergessen. Nona zog den goldgesprenkelten Mondstein aus ihrer Tasche und zeigte ihn Urimor:

"Schau, Urimor. Den hat Tubo mir geschenkt. Hat magische Kräfte. In Not hilft er uns weiter."

Sie reichte Urimor ihren Stein nach hinten. Der wiegte den Stein in seinen Händen.

"Schönes Stück, Engelchen. Pass gut auf ihn auf", und gab ihn Nona zurück und starrte ihr unverwandt in Gesicht. "Deine Pünktchen im Gesicht süß, ganz süß. So was hab ich noch nie gesehen."

Tubo gab die Erklärung. "Heißen Sommersprossen, Urimor."

Urimor strich mit seiner Pfote sachte über Nonas Gesicht.

"Ach, Sommersprossen heißen diese Punkte. Interessant, Engelchen."

Dann bot er sich an: "Ich kenne mich im Weltall ganz gut aus. Darf ich euch denn auf eurer Reise begleiten? Ich könnte euch so manchen guten Tipp geben und auch vor Gefahren beschützen."

"Liebend gerne, Urimor", nahm Nona sein Angebot freudestrahlend an. "Die Trällernoten haben uns zwar den Weg bis zum Planetarium beschrieben, aber sechs Augen sehen mehr als vier."

Galaxos - Mikado und die Jojos

Dieses klagende Dooooiiiiinnnnng kam immer näher. Schauerlich. Ein kirchturmhohes Schild linkerhand der Milchstraße hieß sie in Galaxos willkommen. Urimor klärte sie über das Geschrei auf: "Diese Jammerei kommt von den Jojos, den Stehaufmännchen, die in einem Burgverlies gefangen gehalten werden. In einem dunklen Schlauch mit Reißverschluss. Daraus ist ein Entkommen unmöglich. Der Reißverschluss kann nur von außen geöffnet werden."

Nona wollte wissen und hielt sich die Ohren zu: "Ist Mikado der Herrscher von Galaxos?"

"Nein. Die Jojos waren ein freies Volk ohne Herrscher, bis Mikado, der einäugige Zyklop, eines Tages in Galaxos erschien und Galaxos zu seinem Reich und die Jojos zu seinen Untertanen erklärte. Den Jojos fehlte die Kraft, sich dagegen zu wehren."

"Wie konnte er denn alle einsperren?" Tubos Augen gingen hin und her.

Plötzlich erlitt Urimor einen Hustenanfall. Es dauerte, bis er krächzte:

"Mikado ist so gut wie blind. Dafür funktioniert sein Gehör umso besser. Die Jojos können nicht aus ihrer Haut. Den lieben langen Tag hopsen und lärmen sie herum. Ein Leichtes für Mikado, sie anhand des Lärms zu orten. So fing er einen Jojo nach dem anderen, um sie in den Schlauch zu sperren. "

"Ist dieser Zyklop so grausam oder warum tat er das?" wollte Nona wissen.

"Zyklop Mikado liebt grausame Geschichten. Je grausamer desto lieber. Er befahl den Jojos, ihm schreckliche Geschichten zu erzählen. Doch die Jojos können keine Geschichten erzählen so sehr sie es auch versuchten. Sie sind Hopser versuchten. Das erboste Mikado dermaßen, dass er sie zur Strafe allesamt in diesen dunklen Schlauch sperrte. Einem Schlauch mit Reißverschluss, der nur von außen zu öffnen ist. Aus dem sie alleine nicht mehr heraus kommen. Es bereitet den Jojos allergrößte Qualen, nicht mehr hüpfen zu können und in diesem Schlauch eingepfercht zu sein. Können die Jojos weder hüpfen noch springen, werden sie krank und jammern und jammern."

Das Gejammere wurde unerträglich. So was hatten sie noch nicht gehört. "Hilfe. Helft uns. Bitte, bitte helft uns."

Diese Hilferufe trieben Nona die Tränen in die Augen. Auch Tubo wischte sich verstohlen mit der Handfläche über die Augen.

"So was Grausames. Warum hilft denn niemand den Jojos und befreit sie aus diesem Gefängnis?" Urimor kratzte sich am Kopf und gestand verlegen:

"Alle fürchten sich vor Mikado. Und davor, in diesen schrecklichen Schlauch gesperrt zu werden, aus dem es kein Entrinnen gibt."

Nona und Tubo sahen einander an und wussten, was zu tun war. Tubo nahm direkten Kurs auf Mikados Burg. Urimor bekam einen Schrecken und warnte:

"Kehr um, Tubo, ehe es zu spät ist. Mikado nimmt uns alle gefangen. Nichts wie weg von hier."

Die Hilfeschreie der Jojos gellten durch Galaxos. Doch Tubo weigerte sich und flog unbeirrt auf die Burg zu. Er bot Urimor an:

"Steig aus, Urimor, und flieg davon, wenn du Angst hast. Nona und ich werden versuchen, die Jojos aus ihrem Gefängnis befreien."

Vor den zweien wollte Urimor nicht als feige gelten, vergrub sich auf dem hinteren Sitz und gab keinen Mucks mehr von sich.

Tubo hatte sich schon einen Plan zu Recht gelegt, den er Nona und Urimor darlegte:

"Es muss alles geräuschlos vor sich gehen. Ohne einen Ton zu sagen. Wir schweben bis vor die Burg. Mikado wird uns nicht bemerken. Dann fliegen wir hinein, suchen den Schlauch mit den Jojos und öffnen diesen, damit die Jojos rauskönnen. Ab jetzt nur noch Verständigung per Handzeichen. Einverstanden, Urimor?"

"Auf in den Kampf", stöhnte Urimor und vergrub seinen Kopf im Gefieder.

Tubo landete, wie angekündigt, lautlos auf dem Burghof, wo Mikado in einem Liegestuhl vor dem Eingang döste und sie nicht hatte kommen hören. Tubo machte Nona Zeichen, sich auf seine Schultern zu setzen. Dann flogen sie an Mikado vorbei hinein. Mikado stutzte für einen Moment und richtete sich auf, als sie an ihm vorbeiflogen. Ihr Flügelschlagen hatte einen Luftzug erzeugt, der sein Misstrauen weckte. "Wer ist da?"

Mikado fuchtelte mit den Händen in der Luft "Ist da wer?" brummte er misstrauisch. Tubo, Nona und Urimor ignorierten ihn und folgten weiter dem Gejammere im Inneren der Burg. Bald erreichten sie einen unterirdischen Gang. Sie gingen zu Fuß weiter. Der Gang verzweigte sich. Es war stockfinster herunten. In der Dunkelheit leuchteten Urimors Augen aus Karfunkelstein und erhellten die Finsternis etwas. Sie sprachen kein Wort, aber es lag eine Beklemmung in der Luft und die Schreie füllten den Raum. Um ein Haar wären sie darüber gestolpert. Über den schwarzen Folienschlauch, indem es wie in einem Ameisenhaufen wimmelte. Das Geschrei war kaum noch auszuhalten. Nona und Urimor pressten sich für einen Moment die Hände an die Ohren. Dann klopfte Tubo mit seinem Fingerknöchel sachte auf die Folie und säuselte, damit Mikado nichts hören sollte:

"He, ihr Jojos da drin. Hört zu. Hier draußen sind Nona, Tubo und Urimor und wollen euch helfen. Euch retten. Könnt ihr euch mal für eine Weile ruhig verhalten. Nicht bewegen, aber bitte weiter schreien. Wir versuchen, den Reißverschluss aufzureißen."

Für den Bruchteil einer Sekunde war es mucksmäuschenstill, ehe die Hilferufe durch die Finsternis gellten. Aber die kurze Stille hatte gereicht, um Mikado auf den Plan zu rufen. Oben polterte es. Kein Zweifel, er war unterwegs zu ihnen.

Urimor wedelte mit seinen Flügeln: "Verflixt. Er hat Lunte gerochen".

Tubo zog und zerrte wie ein Besessener an dem Reißverschluss. Schweißperlen standen ihm auf der Stirn. Er flehte Nona an: "Ich schaff es nicht. Hilf mir."

Gemeinsam rissen sie am Reißverschluss. Es nützte nichts.

"Dauert es noch lange?", wollten die ängstlichen Jojos wissen.

Tubo gestand ungehalten: "Verflixt und zugenäht. Wir schaffen es nicht."

Urimor hatte sich die erfolglosen Bemühungen der beiden betrachtet. Er trippelte herbei: "Lasst mich mal ran."

Und klemmte sich den Nippel zwischen seinen Schnabel, erhob sich mit einem Ruck und flog in gleichmässigem Tempo rückwärts. Und siehe da. Der Reißverschluss ächzte, öffnete sich Zahn um Zahn, bis der erste Jojo herauspurzelte und alle anderen folgten. Es waren ihrer viele. Als erstes vollführten sie Hopser bis an die Decke. Die Stehaufmännchen ähnelten in Größe und Gestalt Gartenzwergen. Anstelle von Beinen waren ihnen Gummispiralen gewachsen. Damit ließ sich prima hüpfen.

"Was machen wir mit ihnen?" wollte Nona wissen. "Wenn wir sie hier lassen, droht ihnen das gleiche Schicksal."

Daran hatte Tubo im Eifer des Gefechts noch keinen Gedanken verschwendet. Er bis auf seiner Unterlippe herum. Nona hätte gerne ein Rad geschlagen. Sie musste sich beherrschen. Urimor schlug vor: "Nehmen wir sie mit ins Sternschnuppendorf. Dort wären sie fürs erste in Sicherheit. Dann müssen wir nach einer neuen Bleibe für sie suchen."

Tubo klatschte Urimor aufs Gefieder.

"Gute Idee, Urimor. Jetzt müssen wir sie nur an Mikado vorbeischleusen. Da hinten kommt er."

Sie sahen, wie Mikado sich wütend an den Wänden des unterirdischen Ganges längs tastete und in einem fort palaverte: "Was geht hier vor sich? Wer seid ihr?"

Tubo riet den Jojos flüsternd, während sich Nona auf seine Schultern schwang: "Springt in einem Satz über ihn hinweg. Dann nichts wie raus ins Himmobil. Aber ruhig verhalten. Absolut ruhig, bis wir Galaxos verlassen haben."

Sie ließen Mikado bis auf wenige Meter an sich herangekommen, ehe Urimor das Kommando gab: "Los!" Dann hüpften die Jojos einer nach dem anderen über Mikado hinweg, dessen Arme ins Leere griffen. Nachdem sich die Jojos am Ausgang befanden, suchten Urimor und Tubo mit Nona auf der Schulter das Weite. Mikados suchende Hände streiften kurz Nonas Flügel, die darüber erschrak und aufschrie. Gerade noch rechtzeitig konnte sie ihm ausweichen. Einmal in seinen Klauen, hätte sie keine Chance gehabt. Über diese Erkenntnis wäre ihr fast das Blut in den Adern gefroren, und sie klammerte sich noch fester an Tubo.

"Bleib hier, sage ich. Bleib hier."

Mikado torkelte jetzt wütend hinter ihnen her dem Ausgang zu. Im vollbesetzten Himmobil drückten sich die Jojos ängstlich aneinander, als Mikado sich dem Himmobil näherte. Ob er die Anspannung der Jojos roch? Er taumelte näher und näher und keifte:

"Wo seid ihr? Hier geblieben, ihr vermaledeiten Hüpfer, ihr Hopser. Ihr elenden."

Da für Urimor und Nona kein Platz mehr im Himmobil war, stieg Nona kurzerhand auf Urimors Flügel: "Mach es dir bequem, Engelchen. Wir fliegen voraus."

Bis auf einen Meter hatte sich Mikado dem Himmobil genähert, seine Pranken griffen schon nach dem Himmobil, als Tubo das Himmobil startete und mit vollem Schub davonflog. Sie stiegen höher und höher, bis Mikado nur noch die Größe eines Punktes hatte. Erst dann atmeten die Jojos auf. Eine fliegende Untertasse kreuzte ihre Bahn.

"Ist es noch weit bis zum Sternschnuppendorf?" fragte Nona und klammerte sich an Urimors Gefieder.

Urimor verneinte. Auf gleicher Höhe mit dem Himmobil rief er Tubo zu: "Bleib dicht hinter mir. Wir verlassen Galaxos in Kürze und müssen auf die Umlaufbahn von Saturn abbiegen."

Es herrschte reger Verkehr in der Luft. Jede Menge unbemannter Raumsonden und Raumschiffe waren unterwegs. Tubo musste höllisch aufpassen, nicht mit ihnen zu kollidieren.

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