德语故事:JudithsundTillsMond(23)

发布时间:2019-01-31 06:04:13

23 IN DER HÖHLE DER MÜCKEN

Der Eingang gähnte den Kindern wie ein tiefschwarzer Schlund entgegen. Judith sah Till kurz an, dann rief sie: "Hallo! Ist dort wer?" Keine Antwort. "Hallo! Ist dort wer?" kam das Echo leise zurück.

Eine leichte Gänsehaut wollte den Freunden den Rücken hochsteigen. Sie fassten sich bei den Händen und tasten sich mutig in die Höhle vor. Nach ein paar Schritten blieben sie stehen. Sie mussten sich an die Dunkelheit gewöhnen.

Aber plötzlich wurden sie von Stangen zusammengepresst. Scheinbar hunderte von Holzstangen drückten sie fest zusammen und hoben sie hoch. Erschrocken schrieen die Kinder auf. Sie wurden hochgerissen, jeder für sich. In sausender Geschwindigkeit ging es dann wieder in die Tiefe. Zu sehen war nichts, gar nichts. Die Kinder steckten in den Stangen wie in einem Holzhaufen. Sie hatten das Gefühl, sie fielen in einen tiefen Brunnen. Aber seltsam, die Aufregung legte sich. Die Freunde fühlten sich seltsam geborgen in dem Gestänge. Ein gemütliches Schwirren hören sie über sich. Sie wussten nicht genau wieso, aber irgendwie klang es nicht bedrohlich.

Der Flug ging weiter, hin und her, auf und ab. Aus der Tiefe kam schließlich Licht, die Kinder rasten darauf zu. Jetzt konnten sie erkennen, was das für Holzstangen waren. Eine Wächtermücke hatte ihre vielen Beine um sie geschlungen und flog mit ihnen in die Tiefe.

"Schon wieder Eindringlinge", meldete der Wächter einem Unterhäuptling.

"Nanu, was ist denn mit euch geschehen?" Schwirrtza erkannte sie sofort, die heldenhaften Erdenkinder. Die, die die beiden Junghühner vor dem sicheren Tod gerettet hatten. Nur waren sie winzig klein geworden. Das waren leider nicht die ersten Großwesen, die Schwirrtza an diesem Tag verkleinert begegnet waren.

Judith, das muss man sagen, war erst gar nicht wohl zumute, als sie sich einer Stechmücke gegenüber sah. die fast doppelt so groß war wie sie selber. Der Kopf sah aus wie ein Ritterpferd in Eisenrüstung. Die Augen groß wie Küchensiebe, der Stachel wie ein Presslufthammer und das Maul wie eine Backofenklappe mit Haifischzähnen drin. Aber froh war sie doch, dass sie gleich an Schwirrtza geraten waren. Es war nicht sicher, dass es glücklich ausgegangen wäre, hätten sie anderen Stechmücken erklären müssen, wieso sie sie in ihrem Schlupfloch aufstöberten? Vielleicht hätten sie einen gar nicht zu Wort kommen lassen.

Mögen sie auch freundlich sein, die Mücken - Eindringlinge werden immer abgefangen. Der Häuptling oder einer seiner Unterhäuptlinge verurteilt sie in einem Sofortgerichtsverfahren. Unter einem Jahr Gefängnis kommt niemand dabei weg. Heute war allerdings etwas Unvorhergesehenes passiert.

Judith und Till erklärten ihr Problem von hinten bis vorne. Schwirrtza war sofort bereit, zu helfen. Aber so einfach ging das nicht.

"Ich habe eine Überraschung für euch", erklärte sie. "Eure Räder sind hier."

Die Freunde sahen sich erstaunt an. Was hatte das zu bedeuten?

"Aber wir haben sie nicht genommen. Wir haben ganz unangenehmen Besuch bekommen."

Schwirrtza führte die Kinder durch einige Zimmer und Gänge. Plötzlich standen die drei auf einer Veranda in einem großen Saal.

"Das ist unser Versammlungsraum", erklärte Schwirrtza.

Judith und Till sahen sich um. Der Saal war voll gepfropft mit Menschen. Nein, Stechmücken natürlich. Keiner redete. Die Stimmung schien gedrückt. Das Rednerpult war leer. Nur hie und da unterhielten sich einige Mücken leise. Es sah so aus, als müssten sie eine schwere Entscheidung überdenken.

Da deutete Till auf eine Sitzreihe hinter dem Rednerpult. Judith sah zwei hässliche Monster. Sie waren über und über bedeckt mit Hornplatten, hatten Pickel und Stacheln. Der Sabber lief aus einem breiten Froschmaul auf die fetten Bäuche. Aber das störte sie nicht. Und wie sie stanken!

Obwohl die Kinder fast auf der andern Seite des Saales standen, drang der ranzig-eklige Geruch bis in ihre Nasen. Die Monster schienen sich wohl zu fühlen. Sie hingen in ihren Sitzen und rührten sich kaum, die Schweinsäuglein tief im Kopf. Fast glaubte man, sie dösten vor sich hin. Judith und Till konnten sich keinen Reim auf das machen, was hier geschah.

Schwirrtza zupfte Till am Ärmel und winkte die Kinder wieder zurück. Im Unterhäuptlingsbüro erklärte sie, was passiert war. Die Monster hatten den Mückenwesen vierundzwanzig Stunden Bedenkzeit gegeben. Dann mussten sie entscheiden, ob sie die Forderungen der Monster erfüllen wollten oder nicht. Drei Stunden davon waren schon herum.

"Was sind das für Forderungen?" wollte Till wissen.

"Die Monster fordern von uns, wir sollen die Mondhühner so stechen, dass sie bewusstlos werden. Dann wollen die Monster die Herrschaft über das Hühnervolk übernehmen. Genau genommen will das der Monsterkönig. Er ist wahnsinnig machthungrig. "

"Und was ist, wenn ihr das nicht tut?" fragte Judith.

"Dann werden wir aus unserer Heimat vertrieben. Und ohne Heimat können wir nicht leben. Nur hier finden wir Ruhe und Sicherheit. Nur hier können wir uns richtig erholen. Dürfen wir nicht hierher zurück, dann müssen wir alle elendig zugrunde gehen."

"Aber wie wollen die Monster euch denn vertreiben?" wollte Till wissen.

"Nun, die haben unsere Höhle angebohrt. Quer durch den ganzen Mond hindurch. Da liegt schon eine Leitung, die führt genau von Schlafraum der Monstersoldaten in unsere Höhle. Und wenn wir nicht spuren, dann ziehen alle Soldaten ihre dreckigen Socken aus. Die kommen in eine große Tonne. Da wird dann Luft durchgeblasen. Und diese Luft mitsamt dem Gestank der schmutzigen Socken, diese Luft kommt in unsere Höhle. Könnt ihr euch vorstellen, dass eine freundliche Stechmücke das langer als drei Minuten aushalten kann?"

"Übel, übel", gab Judith zu. "Aber sag mal, Schwirrtza, ich denke ihr seid freundlich. Ich denke, ihr könnt gar nicht stechen."

"Können tun wir’s schon", widersprach Schwirrtza. Aber tuen tun wir’s nicht. Das ist nämlich unter unserer Würde."

Till wollte wissen, was die Monster den Mücken versprochen hatten, wenn sie tatsächlich die Befehle ausführten.

"Na, dann pusten sie eben ihren Sockengestank nicht in unsere Heimathöhle. Ob sie das Versprechen aber halten, wer weiß das schon? Außerdem, sagen sie, machen sie uns zu ihren Verbündeten. Aber wir müssen tun, was sie sagen. So sind wir in Wirklichkeit keine Verbündeten, sondern ihre Sklaven. Und zuletzt glaube ich nicht, dass die Monster nur das Hühnervolk unterwerfen wollen. Der Monsterkönig, machtbesessen wie er ist, wird ein Vorderseitenvolk nach dem andern unterwerfen. Er will über den ganzen Mond herrschen. Und wenn er mit unserer Hilfe alle unterworfen hat, dann wird er uns mit seinem Sockengestank vertreiben und kümmerlich verenden lassen. So ist er, dieser fiese Popanz. So und nicht anders.

Deshalb ist meine Meinung: Wir dürfen auf keinen Fall nachgeben, selbst wenn wir jetzt gleich verscheucht werden. Dann haben wir aber immer noch Zeit, die andern zu warnen. Sterben werden wir so oder so. Wir dürfen aber nicht zu Verrätern der ganzen Vorderseite werden."

Judith und Till klatschten Beifall. Das war eine eindrucksvolle Rede. So musste man handeln. So und nicht anders. Gab es da viel zu überlegen? Noch war nicht alles verloren. "Die schlafen ja schon halb", bemerkte Till. "Man müsste sie ganz einschläfern. Aber wie, aber wie? Woher kriegen wir ein Schlafmittel?"

"Das wüsst’ ich schon", sagte Schwirrtza. "Wir haben eine Kräutermücke. Die hat bestimmt ein Schlafmittel. Ich habe sie auf der Versammlung nicht gesehen. Sie muss in ihrer Hütte sein. Wir gehen hin und fragen sie um Rat."

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