Es war einmal eine sehr arme Familie, die unverschuldet in Not geraten war und von nun an von der Hand in den Mund leben musste. Und Fritz der ?lteste Sohn ging zum Bauer Schulte, um Schafe zu hüten.
Das Geld, das er dabei verdiente, gab er seiner Mutter, die neben Fritz noch fünf weitere Geschwister zu versorgen hatte, für ihre Haushaltkasse. Und der Vater konnte wegen seiner Krankheit seinen Beruf als Melker nicht mehr ausüben, daher war das Einkommen der Familie immer knapp bemessen, und die Mutter konnte der Kinder wegen nichts hinzu verdienen. Und so war man auf das Geld angewiesen, das Fritz der Haushaltkasse beisteuern konnte, denn die jüngeren Geschwister brauchten au?er den Mahlzeiten auch neue Schuhe und Kleidung.
Und so blieb dem Fritz gar nichts anderes übrig, als jeden Morgen schon in der Herrgottsfrühe zu seinem Bauer zu gehen. Dann holte er die Schafe aus dem Stall, und führte sie auf die Weide. Aber da die Weide ein hügeliges Gel?nde ist, war es für Fritz nicht ganz einfach seine Schafe zusammenzuhalten, oft genug musste er hinter einem Schaf herlaufen, das sich von der Herde getrennt hatte, und musste dabei h?llisch aufpassen, dass keines seiner Schafe verloren ging. Und dafür h?tte Fritz liebend gerne einen Hund an seiner Seite gehabt, was in den meisten F?llen ja so üblich war, aber der Bauer Schulte wollte Fritz seinen Hofhund nicht mitgeben, der wurde auf dem Bauernhof noch als Wachhund gebraucht.
Und so war Fritz auf seinen Bauer nicht gut zu sprechen, und dachte darüber nach, wie und wo er mehr Geld verdienen k?nnte. Dann kann der Bauer sich einen Dummen suchen, der für die paar l?ppische Groschen jeden Tag bei Wind und Regen oder, was schlimm war, bei der sengenden Sonne seine Schafe hütet. Aber noch sah Fritz keine andere M?glichkeit als weiterhin für seinen Bauer die Schafe zu hüten. Als Fritz wieder einmal die Schafe zurück zum Hof seines Bauern brachte, sagte er: "Dass ein Schaf fehlt, das kann doch nicht wahr sein" und z?hlte selber nach, und musste seinem Bauer recht geben." Und Fritz versprach seinem Bauer hoch und heilig, dass er morgen nach dem verlorenen Schaf suchen wollte. "Dann kann ich nur hoffen, dass du mir morgen mein Schaf wieder gesund zurückbringst, anderen falls müsste ich deine Eltern dafür haftbar machen."
Aber dieses durfte auf keinen Fall geschehen, dachte Fritz, denn meine Eltern haben dafür keine müde Mark übrig, und da kann kommen was will, ich muss das verlorene Schaf wieder finden. Am n?chsten Morgen ging Fritz schon etwas früher mit seinen Schafen auf die Weide, auch dieses Mal blieb ihm nichts erspart, er musste wie schon so oft hinter einem Schaf herlaufen, das sich von der Herde getrennt hatte.
Und mit einem Mal h?rte Fritz kl?gliche Laute, als ob ein Tier winselt, und er dachte dabei sofort an das verlorene Schaf, aber zu seinen Erstaunen sah er, dass ein Hund an einen Baum festgebunden war. "Aber wer hatte dich den hier ausgesetzt?", fragte Fritz den Hund, der darauf nur winseln konnte als ob er Fritz sagen wollte: "Erl?se mich aus meiner Gefangenschaft." "Warte ich werde dich befreien", darauf hin beleckte der Hund vor Freude über seine Befreiung die Hand vom Fritz, komm mit mir, ich kann dich bei meinen Schafen gut gebrauchen und du k?nntest mir bei meiner Suche nach meinem verlorenen Schaf behilflich sein, da bellte der Hund als ob er Fritz verstanden hat.
Von Stunde an war Fritz nicht mehr alleine bei seinen Schafen, er war der Meinung dass er mit dem Hund einen treuen Freund und Wegbegleiter gefunden hatte. "Ich will dir auch einen Namen geben", sagte Fritz, "was h?ltst du davon, wenn ich dich Robby nennen darf?" Darauf bellte der Hund als ob er Fritz wieder verstanden hat. "Du scheinst mir ja ein ganz schlauer Hund zu sein, Robby. Komm mit, mir wir wollen erst einmal frühstücken." Und Fritz teilte seine Butterbrote mit seinem neuen Weggef?hrten, und wieder war die Freude beim Robby gro? gewesen, und der Tag verging viel schneller als Fritz mit seinen Schafen noch alleine war, auch half er ihm die Schafe zusammenzuhalten, was für Fritz eine gro?e Erleichterung war. Gegen Abend ging Fritz mit seinen Schafen und seinem Freund Robby zu seinem Bauer, und musste ihm sagen, dass er das verlorene Schaf noch nicht gefunden h?tte. "
