"Mama, mir tut mein Kopf so weh", jammerte Fups. "Das fühlt sich an, als ob da jemand drinnen sitzt und einen Stepptanz aufführt."
"Das kommt davon, wenn man den ganzen Tag nur Unsinn im Kopf hat", entgegnete seine Mama. Die war gerade wieder einmal dabei, die kleine Hamsterh?hle zu schrubben und zu fegen. Gleichzeitig war sie in der Hamsterküche besch?ftigt, wo sie an einem aufwendigem mehrg?ngigem Hamstermenü kochte: Haferauflauf an Karottenraspeln, ein Gurkensüppchen und zum Nachtisch gezuckerte Sü?kartoffeln.
Für den heutigen Abend hatte sich n?mlich Onkel Fridolin, Fups Patenonkel angemeldet. Deshalb war der kleine Fups schon den ganzen Morgen aufgeregt in der H?hle umhergewuselt. Denn sein Pate brachte ihm immer ganz wundertolle Geschenke mit. Beim letzten Besuch zum Beispiel hatte Fups ein Rad bekommen, das war gr??er als er selbst gewesen und da hatte er sich hineinstellen und auf der Stelle gehen k?nnen, so dass sich das Rad dann gedreht hatte.
Fups hatte das Spielzeug in seiner Begeisterung so lange Zeit benutzt, dass er dann vor Ersch?pfung einen ganzen n?chsten Tag durch geschlafen hatte. Aber nicht nur wegen der Geschenke freute sich Fups. Auch sonst war Onkel Fridolin ein Klasse Typ, der mit Fups sehr viel Unsinn machte. Obwohl er nur ein bisschen jünger als Fups’ Mama, war.
"Unsinn im Kopf tut weh?" erkundigte sich Fups nun erschrocken. Denn bisher hatte der kleine Hamster schlie?lich viel Freude an diesem ganzen Unsinn gehabt. Die tollsten Abenteuer hatte er schon erlebt, vor allem mit seinem Freund Peterchen, dem kleinen Kater. "Na wenn du vor Aufregung den ganzen Tag nicht schl?fst und mir dann noch ununterbrochen mit deinen Quatschideen bei der Hausarbeit im Weg bist, dann bekommt man eben Kopfschmerzen", erkl?rte seine Mutter, die sich von den Klagen ihres Sohnes kein bisschen von ihrer Hausarbeit ablenken lie?. Stattdessen wuselte sie gesch?ftig, mit einem Staublappen in der Hand, von Zimmer zu Zimmer und schaute zwischendurch immer wieder einmal in der Küche nach dem Rechten. "Ein bisschen Mitleid k?nnte Mama ja schon haben", dachte sich Fups ?rgerlich, w?hrend er mit seinen Pfoten den dr?hnenden Kopf festhielt. Ansonsten würde der ihm wom?glich noch zerspringen. "Am Besten denke ich gar nicht mehr an meinen doofen Kopf", überlegte sich Fups. Aber womit sollte er sich ablenken? Seine Mutter hatte schlie?lich wieder einmal keine Zeit, mit ihm zu spielen.
