德语故事:Wie Nona und Tubo Weihnachten retten(10)

发布时间:2019-01-31 06:03:57

Nadelöhr und Seifengebirge

Mit seiner Mondfähre geleitete Kamill sie sicher durch das Vakuum, das vom Planetarium direkt nach Ostnordost führte. Hier verabschiedeten sie sich von Kamill.

"Denkt daran, ab jetzt nur noch Linksverkehr. Ich wünsche euch viel Erfolg. Bis demnächst in Himmeland. "

Kamill schwenkte seinen Lappen, bis sie in einer Haarnadelkurve verschwanden. "Ich sehe schwarz für dieses Weihnachten und die Erdenkinder",

Eingebettet in Mondenschein bretterten sie ohne Zwischenfälle durch den Nachthimmel landeinwärts. Manchmal kreuzte ein Nachtvogel ihre Bahn. Dann gerieten sie in der Umlaufbahn von Nadelöhr. Es wurde schmäler und enger, bis sie bei einem winzigen Punkt standen. So groß wie ein Kieselstein. Dem Nadelöhr vor dem Seifengebirge und Kandelaber. Nona presste den Magneten zwischen Daumen und Zeigefinger und zwängte diesen durch die Öffnung. Nach und nach weitete sich das Nadelöhr wie ein Luftballon und sie konnten mitsamt dem Himmobil hindurchschlüpfen. Urimor verfrachtete den Magneten wieder sicher unter seiner Bauchfeder.

"Und das Nadelöhr kann so groß werden, dass ein Riese hindurch passt", staunte Nona beeindruckt.

"Und sein großer Wagen auch noch, Engelchen."

Tubo drückte auf die Tube und so flogen sie in einem Affenzahn dahin. Plötzlich tauchten riesige Seifenblasen auf. Es ging in Serpentinen steil bergauf und Tubo musste das Tempo drosseln. Seifenschaum walzte über die Straße und versperrte ihnen die Sicht; sie hatten die Gipfel des Seifengebirges erreicht. Jetzt war guter Rat teuer. Taten sich doch links und rechts des Weges Abgründe auf. Wie sollten sie weiterkommen, wenn sie nichts sahen? Fliegen war genauso gefährlich. Womöglich wären sie an den Hängen des Seifengebirges zerschellt.

Tubo fragte: "Wie kommst du denn sonst übers Seifengebirge, Urimor?"

Urimor war verlegen. Ratlos. "Ich muss gestehen, dass ich diese Gegend bei meinen Ausflügen bisher gemieden habe. Dieser Seifenschaum brennt fürchterlich in den Augen und man kann so gut wie nichts dagegen tun. Allerdings soll der Seifenschaum aber gut gegen Hautkrankheiten sein. Von weither kommen die Allbewohner und suhlen sich in dem Schaum. Außer die Augen geschlossen hatten. Dann sieht man aber nichts. Kniffelige Angelegenheit. Lasst mich mal nachdenken."

Auf dieser Reise mit Hindernissen am laufenden Band war es das erste Mal, dass Urimor nicht weiterwusste. Tubo spielte ungeduldig an den Knöpfen des Himmobils, und dann passierte es. Ein Gebläse am Bug des Himmobils sprang an und zerteilte den Schaum vor ihnen und gab etwas Sicht frei. So konnten sie zumindest im Schritttempo weiterfahren. Ihnen plumpste ein Stein in der Größe eines Felsbrockens vom Herzen.

Kandelaber

 

Gleichzeitig mit dem zinnoberroten Morgen, der hinter dem Horizont aufstieg, hatten sie das Seifengebirge überquert. Flugs ging es bergab Richtung Kandelaber. Endlich war die letzte Etappe erreicht. Kandelaber präsentierte sich ihnen. Kamill hatte Recht. Kandelaber war öde. Wenig einladend. Kein Baum, kein Strauch. Keine Wiesen, keine Blumen. Kein Vogel. Keine Tiere. Nur Irrlichter summten ihnen um die Ohren. Die klotzige Burg Zwiebelturm aus schwarzem ungehauenem Meteoritgestein ragte weit nach oben und machte insgesamt einen verfallenen Eindruck. Nona zählte vier Stockwerke und an jedem Giebel klebte ein Turm in Zwiebelform. In den oberen Stockwerken klafften an jeder Seite drei Löcher als Fensteröffnung im Mauerwerk, durch die ungehindert Wind und Regen eindringen konnte. Das Dach war stellenweise eingestürzt und morsche Balken ragten spitz in den Himmel. Im Erdgeschoß fehlte die Tür und hier gab es keine Fensteröffnungen. Paraplüs riesige Karosse parkte davor. Der Kühler war noch warm.

"Ist auch erst seit kurzem da."

Urimor umrundete das Gefährt, in das drei Himmobile gepasst hätten. Auf dem Beifahrersitz lag das schwere Fernrohr.

"Damit hat er Himmeland ausspioniert." Tubo hätte gern einen Blick hineingeworfen, aber die Schwere des Fernrohrs verhinderte dies.

"Sind Burgen immer so hässlich?" wollte Nona wissen.

"Meistens, Engelchen. Und nicht besonders komfortabel. Keine Luxusherbergen wie Himmeland."

Er spöttelte: "Vor uns liegt die Residenz des hochwohlgeborenen Riesen Paraplüs, des größten Poplers im Universum."

Nona und Tubo hielten sich die Bäuche vor Lachen.

Hand in Hand und ein klein bisschen hasenfüßig betraten sie den halbdunklen Raum, sehr geräumig, genau genommen so groß wie ein halbes Fußballfeld. Ideal für Riesen. Sie blieben dicht beieinander und mussten sich die Irrlichter vom Leibe halten, die das Innere der Burg bevölkerten und sie piesackten wie Stechmücken. Je weiter sie ins Innere vorstießen, umso mehr machte sich eine leichte Beklommenheit breit. Urimors Augen erhellten den unmöblierten Raum mit der Wendeltreppe ein wenig, gerade noch rechtzeitig, denn Tubo wäre um ein Haar über einen Eisenbahnwaggon gestolpert, der entgleist war. Vorsichtig setzten sie auf dem nackten Lehmbuden, übersäht mit Spielzeug, einen Fuß vor den anderen. Dem Spielzeug, dass fleißige Engel in wochenlanger Kleinarbeit für die Erdenkinder hergestellt hatten und das jetzt wie ein bunter Teppich den Boden bedeckte.

Tubo sagte mit Besorgnis in der Stimme: "Alles auf einmal schaffen wir nicht mit dem Himmobil."

Urimor sah ihn aus unergründlichen Augen an. Tubo fuhr fort:

"Seht, die Puppe hier ist für Lisa aus Köln. Dort der Technikkasten für Mattis. Die Bauernhof-Puzzles waren für die Zwillinge Leon und Leoni", erinnerte sich Tubo halblaut, der alle Wunschzettel geöffnet hatte, "und den roten Schlitten da drüben hatte sich Paul gewünscht."

"Wo steckt dieser Paraplü?"

Urimor jaulte auf, weil er auf etwas Spitzes getreten war und hüpfte vor Schmerzen im Kreis. Es handelte sich um ... "Aua. Tut das weh."

Nona strich ihm übers Gefieder. "Armer Urimor. Soll ich pusten?"

"Danke, Engelchen. Geht schon wieder."

Tubo neigte den Kopf leicht zur Seite und machte Zeichen zum Stillsein.

"Pssst."

Ein Geräusch.

"Von oben", flüsterte er und zog Nona und Urimor mit zur Treppe.

Auf leisen Sohlen schlichen sie hinauf ins erste Stockwerk, das offenbar aus mehreren Räumen bestand. Sie folgten dem Geräusch und betraten ein Zimmer halb so groß wie das im Erdgeschoß und voller Spielzeug lag.

Darin lag bäuchlings ausgestreckt, vier Engel groß, Riese Paraplü auf nacktem Steinboden und hantierte mit etwas Hölzernem, was sich bei näherem Hinsehen als Kuckucksuhr herausstellte. Immer wieder glitt der schwielige Zeigefinger seiner rechten Hand ins linke Nasenloch und pulte darin. Was er zutage förderte, drehte er zwischen Zeigefinger und Mittelfinger zu kleinen Kügelchen und schnalzte es im hohen Bogen aus dem Fenster. Plopp machte es jedes Mal.

"Iiiiiiigiiiiiiittttt, iiigitt." Nona ekelte sich. "Dieser Popler."

Tubo wagte sich näher an Paraplü heran, der ihre Anwesenheit noch nicht registriert hatte. Tubo stieg über ein Bein Paraplüs hinweg und erkannte die Kuckucksuhr wieder.

"Die hat sich Gitte aus Oslo gewünscht", bekannte Tubo leise und machte einen Satz zur Seite über das zweite Bein in Richtung Fensteröffnung. Mit einem Hopp folgten Nona und Urimor.

Im matten Schein des Tageslichts konnten sie Paraplü besser beäugen, wenn er den Kopf etwas zur Seite drehte. Er glich einem spielenden Kind, das vollends vertieft in sein Spiel sein Rundherum vergisst. Die Nase war ein blaugestreifter Knubbel mit zwei ziemlich großen Nasenlöchern und sein roter Haarschopf erinnerte stark ein einen zauseligen Flokati. Die Ohren ähnelten Windsegel und standen senkrecht ab. Über seinem nackten Oberkörper trug er einen braunledernen Wams, schon ziemlich speckig, und ein Beinkleid aus Zottelpelz, ursprünglich mal weiß und nun schmutzig-grau wie Schneematsch in der Großstadt. Aus seinen Schuhen, die eine Beleidigung für Schuhe waren, blinzelte jeweils die großen Riesenzehen heraus.

Paraplü war so mit der Mechanik der Kuckucksuhr beschäftigt, dass er immer noch keine Notiz von ihnen nahm. Mit dem Knöchel seiner linken Hand hämmerte er auf die Kuckucksuhr ein. Dann schüttelte er sie wie wild.

"Kommt raus, kommt raus. Ich will, dass ihr sofort raus kommt und für mich singt", wetterte er und sein Zeigefinger wanderte wieder in sein Nasenloch.

Tubo bemerkte besorgt:

"Bernhard hat ziemlich lange daran gearbeitet. Wäre schade um das schöne Stück."

Nicht zu Unrecht befürchtete Tubo jeden Moment, dass diese auseinander brechen würde und hätte Paraplü am liebsten die Uhr aus den Händen gerissen. Sie erschraken, fuhren plötzlich zusammen und Paraplü fiel vor Schreck die Uhr aus den Händen, schoss aber gleichzeitig wie eine Rakete in die Höhe und stieß sich seinen Kopf an der Decke, als eine ihnen wohlbekannte Melodie erklang:

"Klingklong, klingklong, so tönt der Weihnachtsgong. Vier, vier Stunden habt ihr noch, Engel, rasch ans Werk, sputet euch, beeilt euch doch".

Paraplü rannte zu dem Fensterloch und starrte entgeistert hinunter zum Himmobil. Mit einem "Autsch" rieb er sich den Schädel, gleichzeitig fiel ihm die Kinnlade herunter und er glotzte sie aus geweiteten senffarbenen Augen an, wobei er stammelte:

"Wwwwaaas, waaasss wwwwwollt ihr...?"

Paraplü war das personifizierte schlechte Gewissen. Er duckte sich, und es hatte den Anschein, als wollte er sich in die hinterste Zimmerecke verkriechen.

Die Drei zwinkerten sich zu. Das hatten sie nicht erwartet. Einen ängstlichen Riesen.

"Nona, du", forderte Tubo sie auf. Auch Urimor lächelte ihr aufmunternd zu und seine Karfunkelsteinaugen sprühten Blitze. "Du. Ja du."

"Aber keine Vorwürfe, Nona" riet Tubo. Nona nickte ihm zu.

"Natürlich nicht."

Nona machte einen Schritt auf Paraplü zu, der ängstlich weiter zurückwich, bis die Wand dahinter ihn stoppte. Nona setzte ihre Engelsmiene auf und redete zuckersüß auf Paraplü ein, während sie ihren Mondschein in der Hosentasche hoffnungsvoll knetete:

"Lieber Riese Paraplü. Du brauchst keine Angst vor uns zu haben. Wir tun dir nichts. Wir haben den weiten Weg von Himmeland bis nach Kandelaber zurückgelegt, um dich höflich zu bitten, die Weihnachtswünsche der Erdenkinder wieder zurückzubringen. Du hast den Klingklong gehört. Noch vier Stunden bis Heiligabend. Du bist doch ein netter Riese, ein ausgesprochen lieber Riese Paraplü, der niemandem Schaden zufügen will. Oder?"

Hier legte sie eine Pause ein, weil Paraplü zu schniefen schien. War es Verlegenheit oder Gewohnheit, dass er wieder nach den Schätzen in seiner Nase suchte und es mit einem Schnipp nach draußen entfernte. Dann schnappte er sich die Kuckucksuhr und drückte sie fest an sich, als wolle er sie nie wieder loslassen. Unübersehbar. Das Herz des Riesen Paraplü war für eine Kuckucksuhr entbrannt. Die anderen Spielsachen wie die Autos, die Malstifte, die Stofftiere kickte er mit seinem Fuß verächtlich zur Seite. Er klang trotzig. Entschlossen.

"Die will ich behalten. Alles andere könnt ihr wieder mitnehmen. Aber die Kuckucksuhr soll hier bleiben. Die Kuckucksuhr ist mein Freund. Ich hab noch nie einen Freund gehabt. Ich bin immer so einsam auf Kandelaber. Jetzt hab ich einen Spielgefährten."

"A...aaab... aber die ist doch für Gitte aus Oslo", wollte Nona einwenden, als Urimor ihr ins Wort fiel:

"Lieber Paraplü. Was hältst du von einem Kompromiss? Du darfst die Kuckucksuhr behalten und im Gegenzug dafür karrst du die Spielsachen wieder nach Himmeland zurück. Jetzt gleich."

Paraplü umklammerte die Kuckucksuhr, die justament zu schlagen anfing und im Wechsel ein Mann und eine Frau sich vor einem Häuschen trafen, während gleichzeitig ein Vogel siebenmal "Kuckuck, Kuckuck, Kuckuck" plärrte. Paraplü beguckte sich entrückt das Schauspiel und vergaß darüber sogar das Popeln. Als die Figuren wieder ins Innere der Uhr verschwanden, stocherte er mit seinem Finger darin rum, als könne er damit das Pärchen hervorbuddeln. Tubo erklärte ihm den Mechanismus wie einem kleinen Kind.

"Wenn eine Erdenstunde vorüber ist, kommen sie von alleine raus, Paraplü. Du musst nur warten. Einfach warten."

Paraplü guckte nicht sehr hell aus der Wäsche.

Nona versicherte ihm:

"Warten, Paraplü. Warten, die kommen wieder. Versprochen."

Urimor trat auf der Stelle. "Wir müssen umgehend zurück."

Paraplü wiegte die Uhr zärtlich im Arm. Tubo fragte ihn: "Wärst du damit einverstanden, Paraplü? Du behältst die Kuckucksuhr und transportierst die Sachen wieder zurück."

So richtig traute Paraplü den dreien nicht. Das Misstrauen stand ihm auf die Stirn geschrieben.

"Und ihr belügt mich nicht? Gebt mir euer Ehrenwort. Engel dürfen nicht lügen."

Hier mussten sich Nona und Tubo räuspern.

"Großes Engel- und Rabenehrenwort", beteuerten alle drei. Nona machte noch Eingeständnis. "Ich werde ein gutes Wort bei Bernhard für dich einlegen. Der konstruiert dir bestimmt noch eine Kuckucksuhr."

Da strahlte Paraplü wie ein Polarlicht. "Wirklich? Noch eine Kuckucksuhr?"

Nona lächelte ihn an: "Ganz bestimmt, Paraplü."

Damit hatte sie ihn endgültig überzeugt. Im Nu hatte Paraplü sämtliches Diebesgut mitsamt Himmobil in seinem großen Wagen verstaut, und in einem Affenzahn düsten sie zu viert nach Himmeland zurück.

Tubo war sichtlich beeindruckt von der Schnelligkeit des großen Wagens, der um so vieles schneller war als das gemächliche Himmobil und genoss die Fahrt in vollen Zügen. Paraplü erklärte ihm die Technik. Urimor stieg beim Planetarium aus und versprach Nona: "Ich muss noch in die andere Richtung. Nach Krambambuli. Hab dort noch was zu erledigen. Die Quacksalbe und das Heftpflaster für deinen Flügel bring ich noch vorbei. Bald, Engelchen, wenn mein Rheuma nicht mehr so schmerzt."

Nona umarmte Urimor und bedankte sich überschwänglich bei ihm. "Danke, lieber Urimor für alles. Ohne dich wären wir nie angekommen."

Aus Urimors Karfunkelsteinaugen tropften zwei Tränchen. "Ihr zwei hättet den Weg auch ohne mich gefunden. Dein Mondstein hätte euch weitergeholfen. Zwei so tapferen Engel."

Dann erhob er sich und flog davon. Abschiede waren ihm ein Gräuel.

Der große Wagen schoss unterdes durch das Universum und nahm direkten Kurs auf Himmeland. Ohne Zwischenlandung. Tubo öffnete das Tor mit dem Himmelsschlüssel, und sie landeten direkt vor dem Spielzeuglager, indem wieder etliches Spielzeug lagerte, was fleißige Engel während ihrer Abwesenheit hergestellt hatten.

Emilion, Liliane und Mäschtild halfen den Weihnachtsmännern, gerade dabei, die Schlitten zu beladen. Als Nona, Tubo und Paraplü ausstiegen, gab es erst eine Schrecksekunde, dann aber Jubelschreie und ein großes Hallo. Mäschtild schrie am lautesten und umarmte sie ungestüm:

"Die Satansbraten sind wieder da. Ich bin so froh. Ihr habt mir ja richtig gefehlt."

Als sie aber dann Paraplü die Leviten lesen wollte, stellte sich Tubo vor Paraplü und betonte: "Nein, Mäschtild. Lass Paraplü in Ruhe. Paraplü ist ab jetzt unser Freund. Nur das Popeln darfst du ihm abgewöhnen."

"Und seine Kleider könnten eine Wäsche vertragen", meinte Mäschtild trocken, als sie ihn eingehend beäugt hatte.

"Neue Schuhe braucht er auch", stellte Liliane fest.

Paraplü zog seinen Finger sofort aus der Nase und schluckte den Kloß in seinem Hals herunter. In seinen Augen schwammen Tränen der Rührung. Endlich hatte er Freunde. Bisher war er noch nie jemandes Freund gewesen. War immer einsam und verlassen durch das Universum gedüst. Und jetzt? Nona, Tubo, Urimor, ja ganz Himmeland würden seine Freunde sein. Noch nie in seinem langen Riesenleben war er so glücklich gewesen. Als sein Finger wie automatisch in Richtung Nase wanderte, warnte ihn Mäschtild: "Stopp, Paraplü. Hier in Himmeland ist Popeln verboten."

Entgegen ihrem sonstigen Verhalten lächelte sie dabei und ihre Stimme hatte etwas Samtiges.

Gemeinsam beluden sie die Schlitten der Weihnachtsmänner, die sich sofort auf den Rückweg zur Erde machten. Paraplüs Angebot, sie dorthin zu begleiten, hatten sie abgelehnt.

"Nur die Weihnachtsmänner dürfen die Geschenke zur Erde transportieren. Das ist seit jeher eisernes Weihnachtsgesetz."

 

Auf der Erde hatte niemand was von den Problemen und der Beinahkatastrophe in Himmeland geahnt. Wie in jedem Jahr erhielten die Kinder pünktlich ihre Geschenke zu Weihnachten.

Paraplü ging nie mehr ohne seine Kuckucksuhr schlafen. Meist hielt er sich in Himmeland auf, wo sich Mäschtild besonders um ihn kümmerte und ihm das Popeln abgewöhnt hatte. Mäschtild hatte Paraplü richtig in ihr Herz geschlossen und verwöhnte ihn nach Strich und Faden. Er sah jetzt richtig proper aus. So viel Fürsorge hatte Paraplü vorher nie kennengelernt. In seiner Burg Zwiebelturm auf Kandelaber hatte sich der Zyklop Mikado eingenistet.

Nona und Tubo durften seitdem zusammen mit Paraplüs großem Wagen durchs Universum reisen. Aber nur, weil Paraplü versprach, nicht mehr so zu rasen. Urimor hatte wie versprochen die Quacksalbe vorbeigebracht und sich in Himmeland pudelwohl gefühlt. Nonas Flügel war endlich abgeheilt, und sie konnte fliegen wie früher. Dennoch liebte sie nach wie vor das Radschlagen.

Eines Tages lagen Nona und Tubo wieder unter den Ästen der Engelstrompete, als Tubo Pläne für eine neue Reise schmiedete:

"Wohin, Tubo?"

"Zur Erde, Nona. Zu Lisa, Maike, Jonas, Sophie und all den anderen Erdenkindern."

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