Der sechste hei?t Li Ti? Guai (Li mit der Eisenkrücke). In früher Jugend verlor er seine Eltern und wurde aufgezogen im Hause seines ?lteren Bruders. Seine Schw?gerin behandelte ihn schlecht und gab ihm nie genug zu essen.
Darum floh er ins Gebirge und lernte dort geheimen Sinn. Einst kam er zurück, um nach seinem Bruder zu sehen, und sprach zu seiner Schw?gerin: ?Gib mir etwas zu essen!? Die Schw?gerin sprach: ?Es ist kein Brennholz da.
? Da sagte er: ?Mach nur den Reis zurecht! Ich kann mein Bein als Brennholz brauchen; nur darfst du nicht sagen, da? das Feuer mir was tut, dann schadets nichts.? Die Schw?gerin wünschte, seine Kunst zu sehen; darum schüttete sie Reis in den Topf. Li streckte eines seiner Beine darunter und zündete es an.
Hell schlugen die Flammen empor, und das Bein brannte wie Kohle. Als der Reis beinahe gar war, da sprach die Schw?gerin: ?Nimmt denn dein Bein nicht Schaden?? Li sagte zürnend: ?Ich habe dich doch gewarnt, da? du nichts sagen sollst, dann h?tte es nichts gemacht. Jetzt aber ist mein eines Bein gel?hmt.? Mit diesen Worten nahm er den eisernen Feuerhaken und machte sich daraus eine Krücke. Er h?ngte einen Flaschenkürbis auf den Rücken und ging in die Berge, um Arzneikr?uter zu sammeln. Darum nennt man ihn Li mit der Eisenkrücke.
Eine andere Geschichte von ihm erz?hlt, da? er im Geiste h?ufig zu seinem Meister Laotse in den Himmel hinaufstieg. Bevor er wegging, befahl er einem Schüler, auf seinen Leib mit der Seele darin aufzupassen, damit sie sich nicht zerstreue. Wenn sieben Tag vorbei seien, ohne da? sein Geist zurückkehre, so k?nne er seine Seele in den leeren Raum entweichen lassen. Unglücklicherweise wurde der Jünger nach sechs Tagen an das Sterbebett seiner Mutter gerufen, und als am Abend des siebenten Tages der Geist des Meisters zurückkam, da war das Leben aus dem K?rper schon gewichen.
Da er so in seinem eigenen K?rper keine Wohnung mehr fand, benützte er in der Verzweiflung den ersten K?rper, der sich ihm darbot und aus dem die Lebenskraft noch nicht zerstreut war. Es war dies der K?rper seines Nachbarn, eines lahmen Krüppels, der eben gestorben war, so da? von da ab der Meister dessen ?u?eres an sich hatte.
