Fups langweilte sich schon wieder. "Mama", n?rgelte er, "mir ist so fad!" Doch seine Mama war schwer besch?ftigt. Sie war gerade dabei die H?hle für den nahenden Frühling auf Vordermann zu bringen.
Und nach einem langen Winter gab es ziemlich viel zu tun. Au?erdem war Fups’ Mutter eine flei?ige Hamsterfrau, die gro?en Wert darauf legte, dass alles immer blitzblank sauber war. Deshalb h?rte sie dem Gejammer ihres Sohnes gar nicht richtig zu. "Ach Fups", seufzte sie, w?hrend sie die dicken Winterdecken ausschüttelte, die sie nun, wo es allm?hlich immer w?rmer wurde, nicht mehr brauchen würden, "dann spiel’ doch irgendetwas." "Keine Lust!" entgegnete Fups und nieste dann so kr?ftig, dass die W?nde der Hamsterh?hle nur so wackelten.
Durch das emsige Deckengeschüttel seiner Mama, war eine riesige Ladung Staub in seiner Nase gelandet. "Dann r?um’ doch dein Zimmer auf", schlug die Mutter vor. "Das ist schon lange wieder einmal notwendig. Wenn Papa heimkommt und deine Unordnung sieht, dann wird er ganz und gar nicht begeistert sein, dass kann ich dir versprechen!" "Erst recht keine Lust", murmelte Fups. "Au?erdem taucht Papa so schnell doch sowieso nicht auf!" Fups Vater war n?mlich ein vielbesch?ftigter Gesch?ftshamster, der immer viel unterwegs war. Zwar brachte er einer Frau und seinem Sohn bei seiner Rückkehr immer tolle Geschenke mit, aber Fups w?re es da schon lieber gewesen, er h?tte etwas mehr Zeit für seinen Sohn.
Denn Fups war es ziemlich oft langweilig. Das lag daran, dass er ein Einzelhamster war. Dies war für Hamster ziemlich ungew?hnlich. Normalerweise bekamen Hamstermamas immer ziemlich viele Hamsterbabys. So hatte der kleine Fups niemanden, mit dem er spielen konnte. Natürlich kümmerte sich seine Mama sehr viel um ihn, aber die war einfach immer viel zu vorsichtig. Sie spielte immer nur in der H?hle mit ihm. Aber Fups wollte endlich einmal raus!
Doch das, fand seine Mama, sei viel zu gef?hrlich für so einen kleinen Hamsterjungen. Obwohl Fups dieses Thema nun schon ziemlich oft mit seiner Mama erfolglos diskutiert hatte, gab er noch immer nicht auf. "Lass mich doch heute einmal drau?en spielen!" quengelte er. Doch da seufzte seine Mama nur schon wieder ganz laut und sagte sonst gar nichts. Stattdessen schüttelte sie die Decken nur noch heftiger, bis die Federn flogen. Fups wusste au?erdem, wenn sie solcher Laune war, da nützte seine Bitten und Betteln gar nichts. Also seufzte nun auch er und beschloss dann eben, sich doch wieder einmal hier drinnen ein Spiel auszudenken. Glücklicherweise war es für seine Mutter nun an der Zeit, in der Küche das Mittagessen vorzubereiten und er konnte die ganze H?hle für sich nutzen. Er setzte sich eine alte Suppenschüssel auf den Kopf und nahm Mamas Schrubber in die Hand. "Ich bin Konrad, der K?nig!" rief er laut.
